Guten Morgen: Locker bleiben mit Einschränkung

André Heß über Unterschiede von Dürfen, Sollen, Können, Wollen im Lockerungsmodus.

André Heß

André Heß

Foto: Hans-Peter Stadermann

Wenn wir derzeit im Alltag immer lockerer werden, gibt es doch noch die Mahner und Warner, die manches relativieren, was für den Einzelnen als leicht umsetzbar aussieht. Die Museumsdirektorin vom Schlossmuseum Arnstadt, Antje Vanhoefen, umschrieb die Schwierigkeiten bei der Umsetzung eines Hygienekonzeptes für ihr Haus so: Wenn das Land sagt, ihr dürft das Museum wieder für Besucher öffnen, heiße das automatisch für die Bevölkerung: ihr müsst die Museen wieder öffnen. Aber können müsse man es mit einem Hygieneschutzkonzept ja schließlich auch. Und das hänge wieder von Details, Eigenheiten der Bausubstanz und Art der Kunstschätze ab, was sich jedoch dem Besucher ohne Einblick hinter die Kulissen nicht erschließt. Es liege also nicht daran, dass man nicht wolle, sondern dass man nicht anders könne. Und so öffnen sich auch nur ein Bruchteil der Museumsräume. Selbst Gastronomen, die wieder kellnern dürfen, verzichten darauf, weil sich die Lockerungs-Auflagen für sie nicht wirtschaftlich rechnen. Und obwohl schon wieder alle von Urlaub im Ausland reden, gehen die Reisebüros weiter dem Bankrott entgegen, das treffe auch ohne staatliche Hilfen auf die Fitnessbranche und Theater zu, mahnte Landrätin Petra Enders. Zudem komme das Kurzarbeitergeld, das viele betrifft.

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