Ausstellung zur Natur in Ilmenau

Ilmenau  Im Ilmenauer Rathaus gibt es seit Montag Fotos zu sehen, die das Bewusstsein für ökologische Grünflächen stärken sollen.

Renate Tröße (links) und Ilmenaus Bürgermeisterin Beate Misch bei der Eröffnung der Ausstellung im Foyer des Rathauses.

Renate Tröße (links) und Ilmenaus Bürgermeisterin Beate Misch bei der Eröffnung der Ausstellung im Foyer des Rathauses.

Foto: Arne Martius

Im Foyer des Ilmenauer Rathauses ist seit Montag die Ausstellung „Stadtgrün naturnah“ zu sehen. Die Manebacherin Renate Tröße zeigt auf ihren Fotos, wie sich die Natur entfalten kann, wenn nicht von Menschen eingegriffen wird. Die Kreisvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Sybille Streubel, schrieb dafür die Texte.

Die Ausstellung soll dazu dienen, das Thema Naturnähe mehr im Bewusstsein zu verankern, sagte Bürgermeisterin Beate Misch (CDU). „Jeder kann sich überlegen, ob der Rasen wirklich zweimal im Monat gemäht werden muss, oder ob man nicht Blumen die Chance zum Ausblühen lässt“, sagte sie. Die Stadtverwaltung könne ihrerseits auf öffentlichen Flächen etwas dafür tun, wie etwa im Fall der Wildblumenwiese vor der Ilmenauer Eishalle – gefragt seien aber auch private Besitzer von Gärten.

„Ein grünes städtisches Umfeld ist schon jetzt unsere Stärke“

„Es liegt mir am Herzen, das kommt von Innen heraus“, versicherte die Fotografin. Ihr selbst sei früher im Alltagsstress oft nicht bewusst gewesen, wie wertvoll das sei, was gemeinhin Unkraut genannt wird. „Wir haben verlernt, darin etwas Schönes zu sehen“, fand Renate Tröße. Man müsse deswegen nicht alles über den Haufen werfen – aber natürlich gewachsenen Blumen einmal mehr den Vorzug von gezüchteten Gewächsen zu geben, sei ein wichtiger Beitrag, wenn es um Artenvielfalt geht.

Ohnehin beteiligt sich die Stadt am Verfahren für das Prädikat „StadtGrün naturnah“. Das Siegel wird an Städte und Gemeinden verliehen, „die ökologisches Grünflächenmanagement umsetzen und damit die biologische Vielfalt und ein naturnahes Lebensumfeld ihrer Bewohnerinnen und Bewohner stärken“, heißt es in der Beschreibung des Programms, das als Bestandteil eines bundesweiten Projekts gefördert wird.

Aus Sicht der Stadtverwaltung sei es konsequent, sich an diesem Verfahren zu beteiligen, „da ein grünes städtisches Umfeld schon jetzt unsere Stärke ist“, wird erklärt.

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