Ilmenau: Ein Viertel der Feuerwehreinsätze sind Fehlalarme

Ilmenau.  An der Drehleiter der Ilmenauer Feuerwehr haben die Kameraden 741 Ausbildungsstunden absolviert.

Einen der vielen Fehlalarme löste im Juni 2019 die Brandmeldeanlage im Technologie- und Gründerzentrum aus.

Einen der vielen Fehlalarme löste im Juni 2019 die Brandmeldeanlage im Technologie- und Gründerzentrum aus.

Foto: André Heß / Archiv

„Man kann gar nicht dankbar genug sein für diese Arbeit“, sagte Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos) nach dem Bericht von Stadtbrandmeister Andreas Meißler am Donnerstag vor dem Ilmenauer Stadtrat. Man werde alles tun, um die Freiwilligen Feuerwehren auf dem technisch allerhöchsten Stand auszurüsten. Im Stadthaussaal im Rathaus Gehren hatte Meißler zuvor Strukturen, Technik und Ausbildung der 16 Ilmenauer Feuerwachen erläutert.

370 Kameraden gehören den Einsatzabteilungen an, 179 Kinder und Jugendliche sind in den Jugendfeuerwehren und 110 Mitglieder zählen die Alters- und Ehrenabteilungen. Gehren und Ilmenau stellen die größte Zahl an Einsatzkräften. 2019 gab es 488 Einsätze, davon waren 73 Brände, 294 Technische Hilfeleistungen (Verkehrsunfälle, Unwetterschäden, Ölspur, Personenrettung) und mit 121 Einsätzen fast ein Viertel Fehlalarme. Nicht nur durch Brandmeldeanlagen hervorgerufen, sondern auch durch böswillige Alarmierung und falsche Annahme von Bränden, etwa im Wald, wenn Nebel aufsteigen, erläuterte Meißler.

Feuerwehr Ilmenau hat 44 Fahrzeuge

In diesem Jahr waren es bisher 436 Einsätze, davon 201 für die Hauptwache Ilmenau. Die Ilmenauer Feuerwehr verfügt über 44 Fahrzeuge, darunter seit November 2018 über eine Drehleiter, die 731.000 Euro gekostet hat. Sie wird allerdings nicht nur bei Bränden eingesetzt, sondern auch zur Menschenrettung, etwa wenn die Feuerwehr Tragehilfe leistet, weil Personen zum Abtransport ins Krankenhaus nicht über das Treppenhaus das Haus verlassen können. Bisher wurden die Kameraden 741 Stunden an der Drehleiter ausgebildet.

Weitere Ausbildungs-Fotos zeigten die Kameraden bei der Wasserrettung am Stausee Heyda, bei der Eisrettung in der Eishalle und bei der Brandbekämpfung. Geplant ist, dass in nächster Zeit die Feuerwachen Oehrenstock und Möhrenbach neue Fahrzeuge bekommen. Die Hauptwache Ilmenau sei auf Dauer zu klein, stünde aber aktuell noch nicht mit einer Erweiterung an. Derzeit wird eine neues Feuerwehrgerätehaus in Arnstadt für acht Millionen Euro gebaut.