Ilmenau: Ersatz für gestohlene Warnfigur

Ilmenau  Bei einer Spendenaktion der Ilmenauer Wählerinitiative Pro Bockwurst kommt schnell das Geld für einen neuen „Street Buddy“ zusammen.

Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (links) und Marko Löhn mit der neuen Warnfigur, wie sie in Ilmenau wieder zum Einsatz kommen soll.

Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (links) und Marko Löhn mit der neuen Warnfigur, wie sie in Ilmenau wieder zum Einsatz kommen soll.

Foto: Arne Martius

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Möglichst einfach, möglichst kostengünstig – das war die Prämisse, unter der im Rathaus nach Varianten gesucht wurde, um von Kindern stark frequentierte Verkehrsflächen in Ilmenau sicherer zu machen. Daraufhin entschied sich die Stadtverwaltung für den „Street Buddy“, eine auffällige Plastikfigur, die an neuralgischen Stellen auf Kinder hinweisen soll, insbesondere an gefährlichen Stellen.

In Ilmenau wurde entschieden, eine Warnfigur vor der Grundschule „Karl Zink“ aufzustellen und eine weitere am Tannewehr – wo seit Jahren um sichere Bedingungen für Passanten gerungen wird. Doch lange standen die orangefarbenen Männchen nicht: Das Exemplar an der Zinkschule wurde Opfer von Vandalen, das Pendant am Tannewehr wurde kurzerhand gleich ganz entwendet.

„Vielleicht war einigen nicht bewusst, dass es sich nicht um Deko handelt. Wenn die Beteiligten gewusst hätten, welche Funktion die Aufsteller haben – nämlich zur Sicherheit für die Kinder –, hätten sie sie womöglich nicht angerührt“, sagte Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos). Unglücklich wäre die Stadtverwaltung nicht, würde die verschwundene Figur auch einfach wieder über Nacht zurückkehren.

Den Vandalismus hat die Wählervereinigung Pro Bockwurst zum Anlass genommen, auf der Internetplattform Facebook eine Spendenaktion zu initiieren. Lange dauerte es nicht, bis die benötigten 50 Euro zusammenkamen. „Das ging so schnell, dass ich mich noch nicht einmal selbst beteiligen konnte“, sagte Marko Löhn, Pennewitzer Ortsteilbürgermeister und Stadtratsmitglied, als er den „Street Buddy“ am Dienstag überreichte.

Die Stadtverwaltung kann den Ersatz gut gebrauchen. Denn inzwischen gibt es auch von der Ziolkowskischule im Wohngebiet „Pörlitzer Höhe“ den Wunsch, eine Figur aufzustellen, sagte Ordnungsamtsleiter Ingolf Müller.

Künftig sollen die Warnfiguren besser gesichert werden – auch wenn das in anderen Kommunen nicht nötig ist.

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