Ilmenau: Neue Schwimmhalle öffnet am 25. Oktober

Einen Tag vorher wird die neue Freizeiteinrichtung eingeweiht. Es gibt eine Maximalbegrenzung der Besucherzahlen durch das Hygieneschutzkonzept.

Die neue Schwimmhalle von Ilmenau wird am 24. Oktober eingeweiht und einen Tag später regulär eröffnet.

Die neue Schwimmhalle von Ilmenau wird am 24. Oktober eingeweiht und einen Tag später regulär eröffnet.

Foto: Arne Martius

Ilmenau. Für die Eröffnung der neuen Schwimmhalle in Ilmenau steht inzwischen ein belastbarer Termin fest: Demnach soll die neue Freizeiteinrichtung am 24. Oktober mit einer kleinen Feierstunde und Führungen eingeweiht – und einen Tag später mit dem regulären Badebetrieb gestartet werden. „Ich freue mich auch persönlich sehr, dass es nun soweit ist“, sagte am Dienstag Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos). Der Tag der Eröffnung markiere den Abschluss des größten Infrastrukturprojekts der vergangenen Jahrzehnte in Ilmenau – von der laufenden Sanierung der Festhalle abgesehen. Rund zwölf Millionen Euro kostete die neue Schwimmhalle, mehr als die Hälfte des Geldes stammt aus Fördermitteln. Weitere 1,5 Millionen Euro flossen in die Gestaltung der Außenanlagen.

Ursprünglich war die Inbetriebnahme des Hallenbads bereits für den 3. Oktober geplant. Doch Testläufe und die Auswertung von Wasserproben, verbunden mit der Feinjustierung der Technik, sorgten für Verzögerungen. Nun soll die Feierstunde mit Geldgebern, Bauverantwortlichen und Handwerkern am 24. Oktober stattfinden – in bescheidener Runde wegen der Auflagen durch die Corona-Krise. Führungen sind deswegen nur in kleinen Gruppen möglich, stellte Schultheiß in Aussicht.

Maximal 60 Gäste dürfen zunächst gleichzeitig in das Wasser

Die aktuelle Lage hat auch Auswirkungen auf den Badebetrieb selbst. Laut Hygieneschutzgesetz dürfen sich nur etwa 60 Gäste im Wasser aufhalten, in etwa noch einmal so viele an den Becken. Das wird nach Einschätzung des Oberbürgermeisters in den Anfangszeiten spürbar sein, denn er rechnet mit einem erhöhten Andrang auch aus dem Umland, um das neue Bad auszuprobieren. Sobald sich die Neugier gelegt hat, ist Daniel Schultheiß aber zuversichtlich, dass die Maximalzahl der Besucher für den Normalbetrieb ausreichen wird – das zeigen jedenfalls die Erfahrungen der alten Schwimmhalle im Wohngebiet „Am Stollen“. Dennoch wird es auf der Internetseite der Stadt eine Ampel nach dem Vorbild von Freibad und Eishalle geben, die den Badegästen im Vorfeld zeigt, ob sich ein Besuch lohnt, oder ob die Kapazitäten bereits ausgeschöpft sind.

Der Stadtchef zeigte sich erleichtert, dass mit der Eröffnung noch die zweite Woche der Herbstferien mitgenommen werden kann. „Ich denke, dass viele Familien sehnlichst darauf gewartet haben“, sagte er mit Blick auf die kühlere Jahreszeit. Zudem sei das neue Hallenbad auch aus touristischer Sicht ein weiterer Baustein bei den Freizeiteinrichtungen der Stadt.

Es gibt sechs 25-Meter-Bahnen auch für regionale Sportwettkämpfe, einen abgrenzten Sprungturm-Bereich und ein separates Lehrschwimmbecken mit Hubboden zur Verfügung, hinzu kommt ein Bassin für Kleinkinder. Im Normalbetrieb stehen für Besucher 197 Schränke in der Umkleide und je zehn weitere in vier Sammelumkleiden bereit. Für Eishalle und Schwimmhalle zusammen gibt es 148 kostenlose Parkplätze. Am Eingang, der beide Freizeiteinrichtungen miteinander verbindet, wurden zwei Kassenautomaten und Drehkreuze installiert Der befindet sich genau zwischen Eis- und Schwimmhalle, die zeitgleich betrieben werden und voneinander profitieren. So verpufft die Abwärme, die bei der Eisproduktion entsteht, nicht mehr ungenutzt, sondern wird für das Beheizen der Schwimmhalle genutzt.

Die Eintrittspreise: Vier Euro für Erwachsene für zwei Stunden, ermäßigt drei Euro (Nachzahlung eine Stunde ein Euro/0,50 Euro). Familienkarte (zwei Erwachsene und eigene Kinder) neun Euro (Nachzahlung eine Stunde 3,50 Euro). Es werden Wertkarten mit Rabatt in Höhe von 50 und 100 Euro angeboten, was einem tatsächlichen Guthaben von 55, beziehungsweise 120 Euro entspricht.