Ilmenau: Persönliche Botschaft an Ministerpräsident Ramelow

Ilmenau  Ilmenauer Einzelhändler machen auf ihre Situation aufmerksam

Mit einem handschriftlichen Appell wenden sich die Ilmenauer Händler an Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Mit einem handschriftlichen Appell wenden sich die Ilmenauer Händler an Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Foto: Dietmar Kersten

Ilmenau. Mit einer persönlichen Botschaft haben sich am Mittwoch Ilmenaus Einzelhändler an Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) gewandt. Sprecher Dietmar Kersten gab das handschriftliche Schreiben direkt an der Erfurter Staatskanzlei ab. Handschriftlich deshalb, „da Handschrift einzigartig ist und wir Händler einzigartig sind“, hieß es.

In ihrer Botschaft bitten die Einzelhändler um eine „klare Strategie für die Wiedereröffnung des Handels und der Gastronomie“, sowie unbürokratische Entschädigungen für die Zeit der verordneten Schließungen. „Wir möchten gern mit Ihnen in den Dialog treten, um gemeinsam diese Pandemie zu bewältigen“, schrieb Dietmar Kersten im Namen der Ilmenauer Kaufleute.

Im Zuständigkeitsbereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen sind derzeit 45 Prozent des Einzelhandels vom sogenannten Lockdown betroffen. 2018 erwirtschaftete diese Branche einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.

Mögen die Schließungen auch nur drei Prozent aller Unternehmen der IHK repräsentieren, nehmen sie jedoch einen wichtigen Stellenwert ein. „ Wenn immer mehr Einzelhändler von Insolvenz betroffen sind, hat das starke Folge für unsere Innenstädte“, befürchtete Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas. (am)