Ilmenau: Studenten erforschen, wer Regionen gestaltet

Böhlen  Ein halbes Jahr lang ließen sich die Macher in die Karten schauen.

Horst Brettl aus Neustadt erklärt den interessierten Studenten sein Projekt „Herbergsunterkunft Kirche“.

Horst Brettl aus Neustadt erklärt den interessierten Studenten sein Projekt „Herbergsunterkunft Kirche“.

Foto: Karl-Heinz Veit

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Ein halbes Jahr haben sich 21 Studenten der Weimarer Bauhaus-Universität mit der Bergregion Thüringer Wald und deren Entwicklungsperspektiven beschäftigt. Unter Anleitung von Dozentin Britta Trostdorf gingen sie bei mehreren Exkursionsbesuchen in der Region rund um Böhlen der Frage nach: „Wer macht die Region?“ In der Thüringischen Sommerakademie fanden sie beim Herbstaufenthalt Unterkunft, genau wie am vergangenen Freitag, als sie zum Semesterabschluss ihre Arbeitsergebnisse öffentlich vorstellten und diskutierten.

Die Studenten kommen allesamt nicht aus Thüringen. Somit hatten sie eine unvoreingenommene Außensicht auf ihren Forschungsgegenstand. Untersucht wurde, welche Rolle der Staat bei der Gestaltung der Region spielt. Es ging um Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten, bürgerschaftliches Engagement und die Vernetzung sowie das Interagieren der Akteure.

Die Arbeitsgruppen führten Befragungen und Gesprächsrunden durch, studierten umfangreiche Dokumente und kamen bei der Aufarbeitung der Rechercheergebnisse zu aufschlussreichen Erkenntnissen, welche sie nun vortrugen.

Die Kernfrage „Wer sind die Regionsmacher?“ wurde nicht allgemein, sondern konkret beantwortet. Einzelpersonen, wie zum Beispiel Heinrich Meusel in Scheibe-Alsbach oder Horst Brettl in Neustadt, wurden benannt. Aber auch die „Thüringische Sommerakademie Böhlen“ oder die „Rennsteigbahn“ als Institutionen.

Heinrich Meusel mit seinem „Heu-Projekt“ ist weit über die Region hinaus bekannt geworden. Auch die Michaeliskirche in Neustadt, als besondere Sommerherberge, hat den Ort weit im Land bekannt gemacht. Böhlen und seine Sommerakademie strahlen mit Kunst und Kultur länger als ein Vierteljahrhundert weit über Deutschland hinaus. Und die Rennsteigbahn liefert den Beweis, wie man mit einem traditionellen Verkehrskonzept die Region beleben und interessant machen kann.

Gewinner der Forschungsarbeiten und deren Ergebnisse bleiben die Studenten, genau wie die Akteure in der Region, die viele Anregungen erhielten.

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