Ilmenauer Festhalle droht coronabedingt ein Baustopp

Ilmenau  Immer mehr Ausfälle bei den Handwerkern. Heizkosten von rund 1000 Euro monatlich fallen dennoch an.

Nach den Abrissarbeiten Mitte des Vorjahres begann der Innenausbau der Festhalle.

Nach den Abrissarbeiten Mitte des Vorjahres begann der Innenausbau der Festhalle.

Foto: Ralf Ehrlich

Ein zeitweiser Baustopp ist für die Innenarbeiten in der Ilmenauer Festhalle im Gespräch. Grund dafür sind coronabedingte Ausfälle bei den Baufirmen. Darüber informierte Bauamtsleiter Thomas Schäfer Donnerstagnachmittag im Haupt- und Finanzausschuss. „Infolge der Pandemie haben wir verstärkt Baubehinderungsanzeigen von den beteiligten Firmen“, so Schäfer. Das bedeutet, die Baufirmen teilen mit, dass bestimmte Vorhaben voraussichtlich nicht im vereinbarten Zeitraum erledigt werden können.

Laut Schäfer liegen die Gründe in coronabedingten Personalengpässen. So gebe es beispielsweise Freistellungen zur Kinderbetreuung, Quarantänefälle oder Erkrankungen der Bauarbeiter.

Teilweise seien nur noch ein Drittel der Bauarbeiter mit den Arbeiten für den Innenausbau in der Festhalle beschäftigt. Das Problem seien die Heizkosten. Laut Schäfer betragen sie für eine Woche rund 1000 Euro. „Das ist nur vertretbar, wenn genug Arbeiter da sind“, so der Bauamtsleiter.

Derzeit verhandele das Bauamt mit den Fördermittelgebern. Da die Fördergelder nur bis Jahresende genehmigt sind, müssten bis dahin auch die Arbeiten abgeschlossen sein. Laut Schäfer ist unklar, ob dieses Ziel eingehalten werden kann. Er hofft auf eine Verlängerung der Fristen für die Fördermittel.

Vereinzelt werde aus dem öffentlichen Raum in Ilmenau bereits Schnee auf den Platz neben dem Schießstand abgefahren, so Lars Strelow. Der Leiter des Sport- und Betriebsamtes sagte, dass seine Mitarbeiter derzeit intensiver mit der Schneeberäumung beschäftigt sind. Hinweisen aus der Bevölkerung, wo etwas mit dem Winterdienst nicht funktioniert habe, werde zudem nachgegangen. Trotz Ausfall einer Pistenraupe im Ortsteil Stützerbach sollen bis zum Wochenende alle Loipen gespurt sein.

Dass die Notbetreuung in den Kindergärten derzeit zu 35 Prozent belegt ist, sagte Nico Debertshäuser. Es sei geplant, ab Februar in den eingeschränkten Regelbetrieb in den Kindereinrichtungen zu wechseln, so der Leiter des Kultur- und Sozialamtes weiter.