Künstler stellten ihre Ergebnisse der Böhlener Malwerkstatt vor

Böhlen (Ilmkreis). Vernissage zeigte fertige Bilder aber auch Studien, die in den vergangenen zwei Wochen entstanden sind

Mit der Vernissage ging der Malkurs der Sommerakademie 2013 in Böhlen am Freitag zu Ende. Anika May, hier mit Böhlener Schnecken, war das erste Mal in Böhlen dabei. Foto: Karl-Heinz Veit

Mit der Vernissage ging der Malkurs der Sommerakademie 2013 in Böhlen am Freitag zu Ende. Anika May, hier mit Böhlener Schnecken, war das erste Mal in Böhlen dabei. Foto: Karl-Heinz Veit

Foto: zgt

Markus Tepe, freischaffender Künstler, der in Dresden Malerei studierte, nahm sich viel Zeit für die Teilnehmer des zweiten Sommermalkurses 2013. Es war der Wunsch der Freizeitmaler, den Kurs auf zwei Wochen auszudehnen, um so die Möglichkeit zu haben, tiefer ins komplexe Metier der Malerei eindringen zu können.

Am Freitagabend nun war es soweit, das Erntegut, sprich, die zahlreichen Studien und fertigen Bilder in einer Vernissage öffentlich zu zeigen. Markus Tepe sprach von 20 Prozent Ausbeute, die in mehreren Räumen zu sehen und zu bewundern waren. Diese Menge sei ein guter Schnitt, zumal es im Kurs nicht vorrangig um die fertigen Produkte, sondern um künstlerischen Wege dorthin gegangen sei. "Die Arbeiten sind im Vergleich zum Vorjahreskurs subtiler geworden.

Es hat sich sichtbar gelohnt, dass wir nach draußen gegangen sind, geschaut und vor der Natur gearbeitet haben", sagte Markus Tepe. Im Überblick besprach er die Bilder und geizte nicht mit lobender Anerkennung, zumal jeder Kursteilnehmer einen persönlichen Entwicklungsfortschritt in der Handhabung von Techniken des künstlerischen Gestaltens für sich verbuchen konnte.

Jörg Petersdorf machte sich zum Sprecher der Kursteilnehmer und reflektierte auf humorige Weise, wie sich alle mühten, "das Licht von Böhlen" auf die Leinwand zu bringen und dort zu binden. "Die Ergebnisse dabei können sich sehen lassen und machen uns jetzt am Ende des Kurses sehr zufrieden", sagte er und gab am guten Gelingen des Kurses Markus Tepe, der Akademieleitung, aber auch der vorzüglichen Küche eine "gehörige Mitschuld".

Anika May - im beruflichen Lebe n verschickt sie junge Leute im Rahmen eines sozialen Jahres ins Ausland und ist selbst sehr viel auf Reisen unterwegs - weilte erstmalig für längere Zeit in Thüringen. "Dank Böhlen und meiner Teilnahme am Kurs, den ich als Überzählige noch belegen durfte, lernte ich einen sehr schönen Teil Thüringens kennen und auch lieben.

Bei meiner Selbstsuche als Hobbymalerin habe ich meinen Stil zwar noch nicht gefunden, aber beim Experimentieren und beim Lernen von den gestandenen Leuten gute Fortschritte gemacht. Böhlen gehört nun zu einem meiner vielen Zielorte, die ich gern wieder aufsuchen werde", versprach Anika May ein Wiedersehen mit dem Kulturdorf.

Zu den Vernissagegästen gehörten etliche Böhlener und, nach ihrer langen Krankheit, wieder mit beiden Füßen fest auf dem Erdboden stehend, Jutta Ewald, nebst Gatten und Begleitfreundin aus Frauenwald.

"Ich genieße heute das Kunsterlebnis sehr und bin froh, Kontakte mit einem Künstler geknüpft zu haben, der alsbald in Ilmenau ausstellen wird", sagte die Projektleiterin. Sobald sie genügend Kräfte gesammelt hat, will sie ihre Arbeit in der Alten Försterei fortsetzen.