Mit neuen Attraktionen will Frauenwald um Gäste werben

Frauenwald  Erfurter Studenten erarbeiten ein Vorkonzept für den Wald-Wellness-Pfad. Die Umsetzung hängt von Fördermitteln ab.

Studenten beschäftigten sich Dienstag und Mittwoch mit dem neuen Walderlebnispfad in Frauenwald. In der Pension Rennsteighütte fanden sie Arbeitsort und Unterkunft, im Bild Franziska Bösner und Hannah Armbruster (von links). Foto: Ralf Ehrlich

Foto: zgt

"Raus aus der Stadt, hinein in Dich selbst", war eine der Ideen, mit der ein neuer Wald-Erlebnis-Pfad vermarktet werden soll. Studenten einer privaten Fachhochschule aus Erfurt beschäftigten sich in dieser Woche zwei Tage mit dem Thema in Frauenwald.

Im Rahmen eines Seminars wollen die 28 künftigen Absolventen des Studiengangs Tourismuswirtschaft der Gemeinde Frauenwald bei Konzeption, Vermarktung und der Zielgruppensuche helfen. Es geht um einen sechs Kilometer langen Rundweg um den Ort, der bereits besteht.

"Mit Erlebnisstationen soll das Wandern mehr Spaß machen", sagt Professor Peter Neumann, der die Gruppe betreut. "Frauenwald soll als Wald-Wellness-Ziel etabliert werden", so Peter Neumann weiter. Es gehe um die wohltuende Wirkung der Natur auf den Körper.

Neue Attraktionen sollen sogenannte Naherholer, also Tagesgäste, beispielsweise aus dem Erfurter Raum anlocken. Zudem soll die Verweildauer der Übernachtungsgäste erhöht werden, die bei durchschnittlich rund drei Tagen liegt, wie Bernhard Kühnlenz von der Tourist-Information bestätigt. "Ziel ist auch, eine schwache Nebensaison sowie schneelose Winter auszugleichen", sagt der Hochschullehrer der IUBH Duales Studium aus Erfurt weiter.

Mittwochnachmittag präsentierten die Studenten erste Ideen. Da war von Entschleunigung die Rede, auch von Einbeziehen von Heilkräutern. Infotafeln könnten auf die Frauenwalder Geschichte oder Pflanzen und Tiere Bezug nehmen, aber auch zum Hören oder Fühlen sein. Mitte Januar nächsten Jahres soll das Ergebnis des Seminars präsentiert werden.

Bis es zur Umsetzung kommt, könnte noch Zeit vergehen. Von Kosten in Höhe von rund 50 000 Euro geht Bürgermeister Frank Amm (parteilos) aus. "Die Gemeinde will einen Förderantrag stellen. Wenn wir zum Zuge kommen, wird das Projekt sicher über mehrere Jahre gesplittet", so Amm. Der Bürgermeister ist froh, dass die Studenten ein Vorkonzept erarbeiten.

Sie waren auf Einladung der Gemeinde zwei Tage vor Ort und hatte so auch Gelegenheit, sich den bestehenden Weg und die Gegebenheiten selbst anzuschauen.

Die Idee zum Wald-Wellness-Pfad hatte Gastronom Erik Lauterbach, Inhaber des Gasthauses Waldfrieden. Er versteht unter dem Thema Wald-Wellness, die Natur zu genießen, dem Rauschen eines Baches oder der Bäume zu lauschen.

Zur Präsentation kamen Mittwoch auch Wencke Steg von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) und Regionalmanagerin Manuela Schade. Die TTG könne bei der Vermarktung helfen und beschäftige sich dem Thema Wald-Wellness, sagte Steg. Der Fachbeirat der sogenannten Leader-Region Gotha-Ilm-Kreis-Erfurt entscheide über die von Frauenwald erhofften Fördermittel, sagt die Regionalmanagerin.

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