Mit Spiel und Spaß durch das Forstrevier „Langer Berg“

Gehren (Ilm-Kreis). 213 Schüler nahmen an den diesjährigen Gehrener Waldjugendspielen teil. Es ist ein Wettbewerb ohne Sieger und Verlierer.

Sichtlich Spaß an den Waldjugendspielen hatten die Schüler der Klasse 3a der Grundschule Langewiesen. Gemeinsam mit Rauhaardackelhündin Bele durchforsteten sie das Waldgebiet rund um Gehren. Foto: Arthur Seiler

Sichtlich Spaß an den Waldjugendspielen hatten die Schüler der Klasse 3a der Grundschule Langewiesen. Gemeinsam mit Rauhaardackelhündin Bele durchforsteten sie das Waldgebiet rund um Gehren. Foto: Arthur Seiler

Foto: zgt

Das Forstrevier „Langer Berg“ erwachte am Donnerstag wahrlich zum Leben: 213 Schüler aus 11 Schulklassen von sieben Grundschulen nahmen an den diesjährigen Gehrener Waldjugendspielen teil und beschäftigten sich mit den Geheimnissen des Waldes.

„Ziel ist es, den Kindern einen schönen sowie informativen Tag im Wald zu bereiten, an dem sie mit Spiel und Spaß die Vielfalt des Forstgebietes kennenlernen sollen“, erklärte Annette Coch vom Forstamt Gehren, Organisatorin der Veranstaltung.

Auf einer Strecke von rund sechs Kilometern mussten die jungen Schüler an neun Stationen ihre Waldkentnisse unter Beweis stellen. Dazu zählten Aufgaben wie Baumtypen bestimmen, Pflanzenarten zuordnen und Tiere erkennen.

Pilzarten bestimmen und Gegenstände merken

Zu den Favoriten der Langewiesener Grundschüler zählte das Bestimmen der Pilzarten, während die Drittklässler der Grundschule Gehren in erster Linie an der Station „Wild und Jagd“ mit Wissen auftrumpfen konnten, denn mit Louis Hertwig aus Allersdorf hatten sie einen regelrechten Experten in den eigenen Reihen.

„Mein Papa und mein Opa sind beide Jäger, weshalb ich mich bei Fragen und Rätseln rund um den Wald sehr gut auskenne“, sagte der waldbegeisterte Drittklässler und ergänzte stolz: „Ich war sogar schon mit auf Jagd.“ Louis will später auch Jäger werden und somit die Familientradition bewahren.

Der letzte Haltepunkt sollte für Louis und seine Klassenkameraden die Station „Müll-Memory“ sein, an der Ivonne Fuckerider, eine von zwölf Revierleiterinnen des Gehrener Forstamtes, mit Abfallgegenständen wie Bierdose, Zahnpastatube und Joghurtbecher bereits wartete und die Aufgabe stellte, sich so viele Gegenstände wie möglich einzuprägen, um sie späterhin wieder aufzuzählen.

Während die Schüler rätselten, informierte Fuckerider über die Gefahren der Müllverschmutzung des Waldes: „Glasflaschen können Waldbrände auslösen und Tiere können sich an Plastikteilen verschlucken oder Blechteilen verletzen“, schilderte die Revierleiterin.

Für Fuckerider sind die Waldjugendspiele mittlerweile ein fester Jahresbestandteil. Seit 2004 unterstützt sie die Veranstaltung an einer der zahlreichen Stationen des Parcours oder als sogenannter Forstpate, der die Schülergruppen durch das Waldgebiet begleitet. Als Wettkampf sieht Fuckerider die Waldspiele nicht: „Es gibt keinen Sieger oder Verlierer, jeder schneidet erfolgreich ab.“

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