Sternwarte Kirchheim überträgt Sonnenfinsternis

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2018 wurde in der Volkssternwarte Kirchheim die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts beobachtet. Diesmal überträgt sie eine Sonnenfinsternis.

2018 wurde in der Volkssternwarte Kirchheim die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts beobachtet. Diesmal überträgt sie eine Sonnenfinsternis.

Foto: Ralf Ehrlich /

Ilm-Kreis.  Die Sonne wird durch den Mond bedeckt. Das gibt es live im Internet zu sehen.

Am Donnerstag, 10. Juni, ereignet sich über der Polarregion eine ringförmige Sonnenfinsternis. Über Mitteleuropa ist sie als partielle Finsternis zu beobachten. Die Sternwarte Kirchheim wird dieses Ereignis von 11.20 bis 13.40 im Internet live übertragen.

Pandemiebedingt dürfen keine öffentlichen Präsenzveranstaltungen stattfinden. Als besonders Highlight plant die Sternwarte auch die Beobachtung von Sonnenprotuberanzen im Lichte der sogenannten H-alpha-Linie. Auf der Homepage www.sternwarte-kirchheim.de finden sich die Informationen für Interessierte. Die maximale Bedeckung der Sonne durch den Neumond beträgt in unserer Region zirka elf Prozent. Mit geeigneten Schutzvorkehrungen kann das Ereignis auch mit bloßem Auge oder einem Feldstecher oder Fernrohr verfolgt werden. Jürgen Schulz von der Sternwarte rät, nur zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen oder Sonnenfilter zu verwenden. Die nächste, von Mitteleuropa aus sichtbare partielle Sonnenfinsternis wird am 25. Oktober 2022 stattfinden.

Wenn nun der Mond zur Mittagszeit vor der Sonnenscheibe vorbeizieht, findet eine partielle Sonnenfinsternis statt – zum ersten Mal seit sechs Jahren. Das Ereignis dauert rund zwei Stunden und kann bei klarem Himmel gesehen werden. Der Mond wird in Norddeutschland rund 20 Prozent der Sonnenscheibe bedecken, in Süddeutschland nur sechs Prozent. Der Mondschatten läuft von West nach Ost. Eine Stunde nach Beginn tritt die maximale Bedeckung ein. Eine weitere Stunde später geht die Finsternis zu Ende.

„Am Morgen des 23. April um 3.30 Uhr trat ein Meteor aus dem Lyridenstrom in die Erdatmosphäre ein. Mit einem außerordentlich hellen Lichtblitz endete seine Bahn auf dem Weg zur Erdoberfläche. Sehr bemerkenswert ist das über 15 Sekunden anhaltende Nachleuchten der Spur. Ursache hierfür ist die durch den Meteor ionisierte Luft, die so zum Leuchten angeregt wird“, berichtet die Sternwarte über ein anderes Ereignis.