Umkleiden und Sanitärräume für die Fußballer in Langewiesen

Langewiesen.  Zwei Millionen Euro hat der Funktionsriegel mit Außenanlagen für das Kultur- und Sportzentrum Langewiesen gekostet. Nutznießer sind die Fußballer.

Vor dem Funktionsriegel probierten Bauausschuss-Vorsitzender Kurt Retzlaff (Rudern), Ortsteilbürgermeisterin Ines Wagner und Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (Beintrainer) die Fitnessgeräte aus.

Vor dem Funktionsriegel probierten Bauausschuss-Vorsitzender Kurt Retzlaff (Rudern), Ortsteilbürgermeisterin Ines Wagner und Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (Beintrainer) die Fitnessgeräte aus.

Foto: André Heß

Die Fußballer in Langewiesen müssen einen ausgefallenen Geschmack haben. Sowohl in der alten Schulturnhalle, die sie vorübergehend nutzten, als auch im jetzt fertigen Anbau, einem Funktionsriegel, finden sie Bänke in pink neben grünen Wandstreifen vor. Man habe das Farbkonzept so fortgesetzt, hieß es am Mittwoch zur formellen Einweihung des Funktionsriegels, der hauptsächlich den Fußballern gewidmet ist, die nebenan auf einem neuen Kunstrasenplatz (700.000 Euro Kosten) auch bei Flutlicht trainieren dürfen.

Dass sie jetzt auch noch Sanitärräume, Umkleiden, Schiedsrichter-Räume und Garderobe haben, ließ sich die Stadt Ilmenau weitere zwei Millionen Euro kosten, davon beanspruchten die Außenanlagen mit Parkplätzen, Bänken und Fitnessgeräten 197.000 Euro. Das Bauvorhaben der ehemals eigenständigen Stadt Langewiesen wurde bereits im Jahr 2010 genehmigt. Der Funktionsriegel war zum Zeitpunkt der Eingliederung Langewiesens im Zuge der Gemeindegebietsreform 2018 in die Stadt llmenau ein fertiggestellter Rohbau. Die lange Bauzeit habe sich durch das Inkrafttreten neuer gesetzlicher Anforderungen und der sich hieraus ergebenden planerischen und baulichen Änderungen ergeben.

Dem Zusammenwachsen verpflichtet

Zur formellen Einweihung sprach Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos) von einer „schönen Botschaft“, dass in Langewiesen weiter gebaut würde, so wie es sich die einst bis zur Eingemeindung nach Ilmenau selbstständigen Stadtväter gewünscht hatten. „Wir sehen uns weiter dem Zusammenwachsen verpflichtet“, sagte Schultheiß in Richtung neuem Ortsteil und man werde die begonnenen Maßnahmen und Pläne fort- und umsetzen. Dazu gehört nach dem 3. Bauabschnitt für das Sport- und Kulturzentrum auch der 4. Bauabschnitt, der hinter dem Funktionsriegel den Bau einer Multifunktionshalle für Sport und Kultur vorsieht.

In der Dreifelderhalle mit zwei Tennisplätzen soll man aber auch Fußball, Basketball, Handball und Volleyball spielen können, hieß es kürzlich von Stadtplaner Uwe Wilke zu einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Kulturausschuss, bei dem auch der Ortsteilrat von Langewiesen vertreten war. Und wenn der Sportboden mit einem anderen Boden abgedeckt ist, können dann dort auch andere Veranstaltungen stattfinden, wie Stadtfeste, Fasching, Musikveranstaltungen, Empfänge, Schuleinführung oder Messen. Unter der Verwendung mobiler Tribünen sollen 200 bis 700 Personen in der Halle Platz haben. Die Kosten lägen bei 4,2 Millionen Euro, wobei man sich von der Sportförderung und von der Städtebauförderung Fördermittel in Millionenhöhe verspricht.

25 Firmen haben an der Fertigstellung mitgewirkt

Im neuen Funktionsriegel wurden bereits Zugänge zur Halle geschaffen, die aber jetzt noch verständlicherweise durch Wände verkleidet sind. 25 Firmen haben an der Fertigstellung mitgewirkt, der Anbau mit 580 Quadratmetern Fläche weist nach vorn große Fenster auf. Die Tribüne des Kunstrasenplatzes wurde auf Höhe des Funktionsriegels um 15 Meter verlängert. Zusätzlich wurde statt eines Lagerraumes ein Vereinszimmer geschaffen.

Langewiesens Ortsteilbürgermeisterin Ines Wagner (SPD) bedankte sich für den Anbau als Zwischenschritt hin zur Mehrzweckhalle. Die Fußballer des TSV 1865 Langewiesen würden damit die Hauptnutzer der jetzt übergebenen Anlage sein.