Warnung vor ausgelegten Giftködern in Ilmenau

Ilm-Kreis.  In Ilmenau warnt der Verein „Kitten und Katzen Nothilfe“ vor ausgelegten Giftködern.

In Ichtershausen gibt es eine Futterstelle für streunende Katzen.

In Ichtershausen gibt es eine Futterstelle für streunende Katzen.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Der Verein „Kitten und Katzen Nothilfe“ aus Ilmenau warnte jetzt auf seiner Facebookseite: „Gift-Köder in Ilmenau ausgelegt. Diese Köder greifen das Nervensystem an.“

Katzen schnell zum Tierarzt bringen

Wer bei seinen Freigängerkatzen nach dem Freigang Symptome feststellt, wie zum Beispiel Zittern oder Probleme beim Laufen, sollte bitte sofort zum Tierarzt. Werde die Katze schnell zum Tierarzt gebracht, könne ihr auch geholfen werden. Das bestätigte der Tierarzt unserer Zeitung, der drei mit einem Rattengift vergiftete Katzen am Wochenende erfolgreich behandeln konnte, aber weder seinen Namen noch seine Praxis veröffentlicht haben möchte.

Den Nothilfeverein gibt es seit 2017 in Ilmenau, sagte Vorsitzende Ricarda Schumacher-Hentschel. Er habe 30 Mitglieder. Diese kämpfen täglich für Samtpfoten in Arnstadt, Ilmenau, Ichtershausen und Umgebung, die ihre Hilfe brauchen. Sie kümmern sich um die Kastration streunender Katzen, die Fütterung und medizinische Versorgung von Straßenkatzen, bringen nicht vermittelbare Tiere unter oder vermitteln notleidende oder herrenlosen Katzen an Pflegestellen oder dauerhafte Plätze. Auch die Beratung und aktive Hilfe in Tierschutzfragen gehöre zu den Aufgaben, sagte Schumacher-Hentschel, man arbeite aber nicht mit dem Tierschutzverein zusammen.

Futterstelle für Streuner

In einer Mitteilung auf deren Facebookseite ist zu lesen: „Wir haben noch drei Streuner zu fangen, bei zwei wissen wir, dass sie trächtig sind. Genau für diese beiden suchen wir je noch eine Pflegestelle. Tierarztkosten werden übernommen.“ Den jungen Katzen (Kitten) wird so auf die Welt geholfen. Man nehme aber auch Kleintiere wie Vögel oder Igel auf, die sich in Not befinden. In Ichtershausen befindet sich eine Streunerstelle mit Boxen und Katzenhaus, wo die Katzen auch gefüttert werden.

Man wolle das Tierelend eindämmen, das entstehe, wenn Katzen angefahren wurden, Schussverletzungen haben, mit Tumoren oder Schnittwunden gefunden werden. Das müssen nicht unbedingt nur Streuner sein, sondern es könne sich auch um Ausreißer handeln, weil sie etwa durch Lärm einen Schreck bekommen haben, und nicht wieder nach Hause finden.

Mensch und Katze als Gefährten

Es gäbe aber auch Katzen, die ausgesetzt worden sind, unkastrierte Katzen wiederum sorgen für Nachwuchs, der nicht selten mit Katzenschnupfen zur Welt kommt, dadurch nicht richtig fressen kann, an Gewicht verliert und schließlich stirbt. Das Muttertier aber will weiter die Art erhalten.

Auf der Facebookseite berichten zwei Menschen über ihre Erfahrungen, als Pflegestelle den Verein zu unterstützen. Sie schreiben als Begründung: „Deine Katze steht irgendwann vor deiner Tür und hat sich schon entschieden mit dir zu leben. Nur für diese Katze bist du kein Dosenöffner, sondern ein Gefährte.“ Gerade wurden zwei wilde Streuner-Kitten an einer Futterstelle eingefangen, sie nahmen sich der Tiere an und tauften sie auf Teufelchen und Babsi.