14. Blumentage der beruflichen Schulen im Landkreis

Wer am Wochenende aus der klirrenden Kälte ins Audimax der beruflichen Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises eintauchte, empfing eine ganz andere Welt: blühende Landschaften, wohin das Auge blickte.

Die Blumentage im zogen unzählige Besucher aus Nah und Fern an. Foto: Martin Zenge

Die Blumentage im zogen unzählige Besucher aus Nah und Fern an. Foto: Martin Zenge

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Görmar. Inmitten des tieferliegenden Saals, der wie ein Tal anmutete, eine Insel mit viel Grün und voller blühender Orchideen, die einen kleinen Teich säumten. Darin tummelten sich munter kleine Goldfischchen. Und um die Insel herum lud ein Rundweg ein, der auf seinem äußeren Ring ebenfalls unzählige Orchideenblüten bereithielt.

Es überraschte so auch nicht, dass diese 14. Blumentage, wie ihre Vorgänger seit 2000, unzählige Besucher aus Nah und Fern anzogen. Auch Schwester Birgit aus dem Kloster Volkenroda und ihre Begleiterin, die die Schau erstmals besuchten, waren von der bunten Vielfalt fasziniert. "Welchen Namen etwa würden sie dieser prächtigen Orchidee geben?", zeigte der Reporter auf eine große Blüte und überraschte die beiden Damen mit seiner Frage. "Ich müsste schon genauer überlegen, um der Fülle der Blüte auch gerecht zu werden", antwortete die Volkenrodaerin. Und ihre Begleiterin: "Ich würde sie Morgenstern nennen."

Wie uns später Züchter Lutz Lehradt aus Allmosen (Brandenburg) erklärte, handelte es sich bei besagter Orchidee um eine Cattleja Pamela Finney.

So schnell aber musste sich der Veranstalter um Ausstellungsleiterin Susann Pfaff nicht entscheiden. So stand lange fest, welchen Namen die neue Kreuzung des Züchterehepaars Röllke aus Bielefeld erhält: "Maras April". Die Taufe der Orchidee aus der Gattung Phalaenopsis wurde am gestrigen Sonntag von dem erfolgreichen Mühlhäuser Duo Anne-Katrin Hoffmann und René Schlothauer selbst vorgenommen.

Der Taufe folgten zwei Lieder der Namensgeber

Es war erst die zweite Taufe nach 2011. Damals benannt nach der Schlotheimer Unternehmerin Esther Richter, die sich als seinerzeitige IHK-Vizepräsidentin besonders um die berufliche Ausbildung verdient gemacht hat, wie das Schulleiter Peter Ewert würdigte.

Sein Stellvertreter, Jens Ritter, hatte gestern den Festakt vor vollem Audimax eröffnet. Keine Frage, dass sich das Duo mit seinem Hit "Himmel aus Eis" und einem Frühlingslied bedankte. Und was meinen die Namensgeber zu dieser Ehrung? "Wir fühlen uns geschmeichelt", sagte René. Anne-Katrin: "Echt schön. Ein guter Song bleibt höchstens zwei Jahre, dieser Name aber ewig."

Die Aussteller der Orchideenschau kamen neben den Züchtungen im schuleigenen Gewächshaus, um die sich etwa Lehrer Heiko Zindler verdient macht, und den schon genannten Bielefelder und Allmosener Züchter auch aus Mühlhausen (Georg Schmidt), Großräschen (Wlodarczyk) und Dahlenburg (Karge). Der Schulleiter dankte besonders Jürgen Röth und seiner Gattin von der Deutschen Orchideengesellschaft: "Eine seit Jahren treue Begleitung und Mitgestaltung dieser Tage."

Schulseitig betreut wurde die dreitägige Schau von den Auszubildenden der Garten- und Landschaftsbauer, womit auch die Anbindung an die Ausbildung gegeben ist. In den Jahren zuvor waren es die Floristen, die aber inzwischen nicht mehr ausgebildet werden. Gespräche, die die Schulleitung mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft bei der Eröffnung führte, dienten auch dazu, so Ewert, die Ausbildung der Gartenbauer am Standort zu erhalten.

Die Blumentage bereicherten mit ihren Ständen Schüler des Fleischerhandwerks, der Berufsfachschule Gartenbau und des Berufsvorbereitungsjahres, dazu Delikatessen "Il Chianti", Korbmacher Rainer Kraft, Keramik mit Elke Fröhlich und Karla Nöthlich sowie Holzkunst mit Boniface Ametepe.

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