Altengottern weiter torhungrig

Altengottern  Landesklasse-Neuling lässt Wüstheuterode beim 5:0 keine Chance und bleibt weiter in der Spitzengruppe

Wenig Probleme hatte Altengottern (rote Trikots) mit Wüstheuterode.

Wenig Probleme hatte Altengottern (rote Trikots) mit Wüstheuterode.

Foto: Klaus Dreischerf

Eine ungewöhnliche Maßnahme, wenn der angriffsfreudigste und torgefährlichste Mann der ersten Halbzeit zu den zweiten Hälfte nicht mehr erscheint. Mateusz Zatylnys Tagwerk dauerte nur 45 Minuten. Die hatten es für ihn auch in sich. Mit seinem explosiven Antritt sorgte er gleich für viel Wirbel, nicht zufällig machte er mit seiner zweiten Ballberührung in der 5. Minute das frühe 1:0 und schockte die Gäste. Mit links veredelte er die robuste Vorarbeit von Cezary Pankowski, der sich auf der linken Seite durchtankte und auflegte.

Auch danach war der Torschütze immer wieder Anspielstation bei den Vorstößen. Der 26-jährige Pole glänzte mit Einzelaktionen, vor allem in der 25. Minute ging er geschmeidig an vier Gegenspielern vorbei, ehe der Schuss zur Ecke abgeblockt wurde. Der SV 90 ließ sich im ersten Abschnitt von den Gästen in die Zweikämpfe verstricken, dadurch kamen die Platzherren nicht so in ihren Rhythmus. Der Referee unterband die Zweikämpfe frühzeitig, auch wenn es den Unmut der Zuschauer hervor rief, zeigte früh einmal den Gelben Karton für die Gastgeber. Die traf ausgerechnet Altengotterns Torschützen, der danach noch zweimal ermahnt wurde.

Folgerichtig reagierte der SV90-Coach in der Pause und ließ „Liegeschnitzel“ (so der Spitzname des Polen, der bei den ersten Trainingseinheiten das Wort „Liegestütze“ nicht über die Lippen bekam) draußen. Nicht nur die individuelle Stärke der Ausländer bei den Männern vom Kanal ist hoch, auch die Kaderbreite, denn nun kam der „Edeljoker“ - Wolfgang Mai. Fortan lief es wie im Film. Erneuter Blitzstart der Platzbesitzer, nach 180 Sekunden fiel das 2:0. Weitere drei Minuten später stand er erstmals goldrichtig und netzte zum 3:0 ein (51.).

Der „Dauereinwechsler“ brauchte schon in der Vergangenheit nicht viele Chancen und nur wenige Einsatzminuten. Schon in der Vorsaison sorgte er für die wichtigen Tore beim Aufstieg, als er in 19 Spielen siebenmal traf. Aktuell ist er in den gleichen Spuren, Bislang hatte er bei seinen fünf Einsätzen 102 Einsatzminuten und traf dabei zweimal. „Der Trainer hat mich bis heute immer in der Schlussviertelstunde gebracht. Diesmal musste ich über die „lange Distanz“ von 45 Minuten gehen“, so der Angreifer schmunzelnd nach dem Schlusspfiff. „Mit der gegenwärtigen Situation bin ich zufrieden, wenn ich treffe. Aber die Saison ist noch lang und da hoffe ich schon auf mehr Einsatzzeiten“, blickt er voraus.

Die Überlegenheit des neuen Tabellendritten nach der Pause wurde mit dem vierten (57.) und fünften Treffer (79.), den wiederum Mai machte, auch ergebnistechnisch sichtbar. Wüstheuterode versuchte es immer wieder nach vorn und Marcus Wenzel hatte auch einen tollen Schuss losgelassen (72.). Aber es sollte nicht sein. Trainer Marcus Czeromin resümierte im Anschluss: „Den Wechsel in der Pause mussten wir vornehmen, da der Schiedsrichter Zatylny bei der nächsten Aktion wahrscheinlich vom Platz gestellt hätte. Wir haben wieder schnell getroffen und dann war der Widerstand gebrochen. Klarer Sieg vor den eigenen Fans – wir sind hoch zufrieden.“

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