Bad Langensalza auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt

Bad Langensalza  Seminararbeit von Jahn-Gymnasiastinnen gibt Anstoß. Siegel dient gerechterem Handel mit Entwicklungsländern. Kriterien müssen erfüllt werden

Zoe Gräfe (links) und Liza Hoffmann vom Jahn-Gymnasium Großengottern stellten ihre Seminarfacharbeit im Sozialausschuss vor.       

Zoe Gräfe (links) und Liza Hoffmann vom Jahn-Gymnasium Großengottern stellten ihre Seminarfacharbeit im Sozialausschuss vor.       

Foto: Klaus Wuggazer

Die Kur- und Rosenstadt könnte sich künftig neben dem „Stadtgrün naturnah“-Siegel auch als Fairtrade-Stadt präsentieren, die fairen Handel insbesondere mit Entwicklungsländern fördert. Die Voraussetzungen dafür seien gut, sagten Zoe Gräfe und Liza Hoffmann vom Jahn-Gymnasium Großengottern.

Zusammen mit Sahra Fleckenstein haben sie sich in ihrer Seminarfacharbeit mit dem Thema beschäftigt, im städtischen Sozialausschuss stellten sie das Ergebnis vor. Und ernteten Zustimmung: Die Stadt will das Thema nun voranbringen.

Der unabhängige Verein Fairtrade – er wird von über 30 Organisationen wie Brot für die Welt, Terre des Hommes und der Welthungerhilfe getragen – vergibt das Siegel. Es soll beitragen, Anbau, Arbeits-, Umwelt- und Handelsbedingungen für Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern und bei Verbrauchern das Bewusstsein für fairen Einkauf zu schärfen. Um das Siegel zu erhalten, sind ein Stadtratsbeschluss, die Einrichtung einer Steuerungsgruppe und der Ausschank von fair gehandeltem Kaffee bei Stadt-Veranstaltungen nötig – alles gut machbar, hieß es im Ausschuss.

Zudem muss es mindestens je zwei fair gehandelte, vom Verein zertifizierte Produkte in vier Läden und zwei Gastronomiebetrieben geben. Die verfügbare Produktpalette reicht von Obst über Genussmittel wie Kaffee und Schokolade bis zu Kosmetika und Textilien. Da auch Supermärkte solche Waren handeln, sei das kein Problem, meinten die Schülerinnen, die auch mit vielen Geschäftsleuten sprachen. Nur in der örtlichen Gastronomie würden bisher kaum solche Produkte verwendet.

Interesse gebe es aber, wie sie bei Gesprächen mit Geschäftsleuten herausfanden. Mit der evangelischen Kirchgemeinde und der Thepra-Grundschule stünden weitere Partner bereit – auch dies ist eine Voraussetzung für das Siegel.

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