Corona-Ausbruch im Pflegeheim in Großvargula

Unstrut-Hainich-Kreis.  41 Menschen, die im Pflegeheim Großvargula leben oder arbeiten, wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. 

Im Hufeland-Klinikum am Standort Bad Langensalza gibt es zwei Corona-Stationen mit 70 Betten. Dort wurden, Stand Freitag, 27 Menschen behandelt.

Im Hufeland-Klinikum am Standort Bad Langensalza gibt es zwei Corona-Stationen mit 70 Betten. Dort wurden, Stand Freitag, 27 Menschen behandelt.

Foto: Daniel Volkmann / Daniel Volkmann Daniel Volkmann

Einen Corona-Ausbruch hat es im Pflegeheim Großvargula im Unstrut-Hainich-Kreis gegeben. 30 Bewohner und elf Mitarbeiter wurden positiv getestet. Corona-Blog: Inzidenzwert von über 300 im Kreis Hildburghausen - Jena verschärft Allgemeinverfügung

Montag habe sich ein Bewohner in stationäre Behandlung gegeben müssen, hieß es auf Nachfrage. Beim Screening im Krankenhaus hat sich nach Angaben der Kreisverwaltung ein positiver Befund ergeben. Daraufhin kam Dienstag die Task Force des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Einsatz, testete 48 Bewohner und 36 Mitarbeiter. Freitagmittag lagen alle Befunde vor.

Wie es aus dem Landratsamt heißt, habe es aufgrund des Hygienekonzeptes des Heimes, das nach eigenen Angaben über 40 Einzel- und zehn Doppelzimmer verfügt, nur wenige Kontaktpersonen gegeben. Die seien ermittelt, für sie sei Quarantäne angeordnet.

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„Wie die jüngsten Ausbrüche zeigen, wird das Virus immer in Pflegeeinrichtungen getragen und verbreitet, obwohl die Heime über verbindliche Infektionsschutz-, Besuchs- und neuerdings Testkonzepte verfügen“, sagt Katrin Vogler vom Landratsamt. Umso wichtiger sei es, Symptome und Erkrankungen schnell zu erkennen, um die Verbreitung einzudämmen.

Die Task Force des Kreises, an der Spitze Notärzte und organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, testet in Kooperation mit dem DRK Bewohner und Personal und strukturiert mit den Heimleitungen nach Infektionen die Einrichtungen um. So auch in Großvargula: „Unsere Senioren-Wohnpark-Bewohner wurden so umgesetzt, dass Kontakte zwischen Infizierten und Nichtinfizierten auszuschließen sind und die Virus-Verbreitung verhindert wird“, sagt Einrichtungsleiterin Mandy Ehrlich, die nun vor der Aufgabe steht, die Erkrankten bestmöglich zu betreuen sowie die Gesunden zu schützen.

Mit Stand Freitagfrüh waren im Unstrut-Hainich-Kreis 285 Menschen mit dem Virus infiziert – 59 mehr als am Vortag. Insgesamt 27 Menschen aus dem Landkreis werden stationär behandelt. 911 sind derzeit in Quarantäne. Seit Pandemiebeginn gab es 16 Tote mit dem Virus.