Daniel Müller schießt seine Elf ins Glück

Unstrut/Hainich/Kreis  Fußball-Kreispokal: Die SpVgg. Faulungen besiegt durch seine vier Tore die SG Ammern in der ersten Runde

Luftkampf eines Hüpstedter (r.) mit einem Spieler der SG SC Großengottern III.

Luftkampf eines Hüpstedter (r.) mit einem Spieler der SG SC Großengottern III.

Foto: Klaus Dreischerf

In der ersten Runde um den Krombacher Fußball-Kreispokal gab es im Unstrut-Hainich-Kreis keine Überraschungen. Alle sechs Kreisoberligisten setzten sich bei klassentieferen Gegnern souverän durch. Mühlhäuser SV 2019 – SG DJK Struth II 1:14 (1:5). Die Kreisstädter hatten bei ihrer Pokalpremiere gegen den drei Klassen höheren Gegner nicht den Hauch einer Chance. Die Zuschauer sahen von Beginn an Einbahnstraßen-Fußball. Der Gastgeber hielt knapp zehn Minuten stand, dann war durch einem Doppelschlag von Toni Locke und Carsten Krumbein der Widerstand gebrochen. Trainer Marcel Lorenz sah nicht nur individuelle Vorteile seiner Akteure, sondern auch gelungenes Kombinationsspiel mit erfolgreichem Abschluss. Gegen Ende ging den Gastgebern die Puste aus, ihr Keeper Daniel Wirth musste in den lrestlichen fünf Minuten noch viermal das Leder aus dem Netz holen. Das Lorenz-Team holte sich bei diesem „Trainingsspiel mit Wettkampfcharakter“ weiteres Selbstvertrauen vor dem Punktspielstart. SG SC 1918 Großengottern III- VFL Hüpstedt 1:8 (1:4). Der ambitionierte Gast sorgte sofort für klare Verhältnisse, der frühe Doppelpack von Christian Haltenhof (4./8.) gab die Richtung vor. Auch der schnelle Anschlusstreffer änderte nichts daran, das sich das Team von Trainer Frank Reinecke gegen eine massive Defensive durchsetzte. Die Platzherren versuchten mit allen elf Akteuren in der eigenen Hälfte dem übermächtigen Favoriten den Spaß am Fußball zu nehmen. „Trotz des hohen Sieges bin ich mit unserer Spielweise nicht zufrieden. Wir waren oft zu ideenlos, um das Bollwerk zu knacken“, bemängelte Reinecke die fehlende Kreativität. Daran will der kritische Coach auch weiter im Training ansetzen. Zum Mann des Tages avancierte Hüpstedts Christian Haltenhof, der mit einem Hattrick binnen 25 Minuten sein Torkonto auf fünf erhöhte. Grün Weiß Schönstedt- SV Fortuna Körner 0:4 (0:2). Es war eine zähe Partie in den ersten 30 Minuten mit optischen Vorteilen und ein leichtem Chancenplus für die Fortunen. Erster Höhepunkt war das 0:1 durch Tino Höch (37.), der nach Doppelpass mit Nick Witzenhausen aus elf Metern direkt trifft. Wenig später folgt der schönste Spielzug über Robert Poppe, Höch, Witzenhausen und Sebastian Loth (38.), der das 0:2 markiert. Danach steigerte sich Körner, ließ oft Ball und Gegner laufen. Witzenhausen fiel mit guten Einzelaktionen auf und war auch an den beiden folgenden Treffern beteiligt. Zunächst glänzte er als Passgeber für Loth (62.), dann krönte der Angreifer seine gute Leistung mit dem Tor zum 0:4. Ein Wermutstropfen für Fortuna war die Verletzung von Spielertrainer Matthias Eger, der nach einer Viertelstunde mit Knieverletzung ausschied. Grün Weiß Kutzleben- FSV Preußen Bad Langensalza II 2:6 (2:4). Die Gastgeber traten nur mit zehn Aktiven an. warfen aber 90 Minuten lang Herz und Leidenschaft in die Waagschale. Nach 26 Minuten führten die schnellen Kurstädter bereits mit 0:4. „Es hätten in der ersten halben Stunde acht Tore sein müssen“, betonte Gästecoach Christian Maroldt. Stattdessen traf Mirko Höpfner (30./34.) auf der Gegenseite doppelt. Maroldt war über die spielerische Steigerung nach der Pause erfreut, kritisierte aber die Chancenausnutzung. Dem Schiedsrichtergespann attestierte er eine sehr gute Leistung, sie kamen ohne Karten über die Runden. FSV 1921 Herbsleben- SG Blau Weiß-Lengenfeld/St. 2:5 (1:3). Das Gästeteam von Trainer Matthias Hardegen startete schlecht in die Partie. Die Verunsicherung wurde noch größer, als die Gastgeber ihre erste Chance durch Pascal Rahn (5.) zur Führung nutzten. Der Gastgeber agierte selbstbewusst, ließ den Gast sich nicht entfalten. So ging es eine halbe Stunde bis zur Trinkpause, dann drehte sich das Spiel. Der Knoten platzte mit dem Ausgleich durch Patrick Hedderich(32.), es folgte eine Druckphase mit vielen vergebenen Chancen. Ein Doppelschlag (41./42.) brachte den Gast auf die Siegerstraße. b Die Platzherren kämpften weiter und hofften nach dem Anschlusstor auf die Überraschung. Es entwickelte sich ein typischer Pokalfight bis zur Schlussviertelstunde. Das 2:4 brachte die Vorentscheidung. Die Gästeelf muss vor allem im taktischen Verhalten und am Torabschluss arbeiten, um in der Kreisoberliga bei mehr Gegenwehr und weniger Torgelegenheiten zu bestehen. SG Ammern - SpVgg 1921 Faulungen 2:6 (1:3). Er ist und bleibt ein Phänomen. Bereits nach zehn Minuten stand Faulungens Daniel Müller als zweifacher Goalgetter auf dem Notizblock des Referees, donnerte Tor zwei . in den Winkel. Die Partie plätscherte dahin, bis Ammerns Nick Schmidt einen Freistoß-Abpraller zum Anschluss nutzte. Jetzt erwachte der Gast. Kapitän Simon Anhalt stellte den alten Abstand wieder her zum 1:3. Der SpVgg. Faulungen merkte man an, dass sie in der Vorbereitung kein Testspiel bestritt. Trotz viel Ballbesitz und einigen Chancen lief es nicht rund. Die beiden Torschützen machten den Unterschied. Müller (51./60.) sorgte mit seinen Toren drei und vier für eine ruhige letzte halbe Stunde seiner Elf. Der Hausherr trat offensiv nur sporadisch in Erscheinung. Alex Modrack traf nach einer Ecke zum 2:5. Erneut Anhalt setzte fünf Minuten vor Ultimo mit seinem zweiten Tor den Schlusspunkt. Schiedsrichter Volkmar Feist hatte mit der fairen Auseinandersetzung vor 100 Zuschauern keine Probleme.

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