Guten Morgen, Unstrut-Hainich-Kreis

Erinnerung an Pulmotin, Bromhexin & Co. kommt in Mühlhäuser Redaktion auf

Alexander Volkmann
Alexander Volkmann

Alexander Volkmann

Foto: Raphael Volkmann

Alexander Volkmann erinnert sich an Medikamente, die auch in Mühlhausen und Bad Langensalza in keinem DDR-Haushalt fehlen durften.

Neulich komme ich in die Redaktion, da schlägt mir der Geruch von Eukalyptus entgegen.

„Hier riecht es streng nach Pulmotin“, sage ich und ernte Stirnrunzeln beim Kollegen. Ob denn jemand erkrankt sei, werde ich deutlicher. Jedoch erfolglos. Der Kollege lebt schon länger im Osten, ist aber offenbar nie mit der Erkältungssalbe in Berührung gekommen.

Wir DDR-Kinder erinnern uns, dass uns unsere Muttis damit Brust und Rücken eingerieben und noch eine Handvoll Watte drauf gepackt haben. Zwar bewegungsunfähig, dafür mit befreiter Nase, ging es der Genesung entgegen.

Heute reibe ich wieder meinen Jungs bei Bedarf Pulmotin auf die Brust. Das gibt es in der Apotheke immer noch.

Das Produkt hat die Wende überstanden, genau wie die Hustentropfen Bromhexin (auf einem Stück Würfelzucker), Sanopin zum Inhalieren und Kamillan als Mundspülung bei gezogenem Zahn. Alles Medikamente, die in keinem DDR-Haushalt fehlten.

Wer mir an dem Tag allerdings diese Erinnerungen durch die Nase ins Hirn trieb, bleibt unklar.