Erster Corona-Fall im Unstrut-Hainich-Kreis

Landkreis.  Eine Frau aus dem Unstrut-Hainich-Kreis hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Über einen Hintereingang ist das Corona-Testzentrum im Barbaraheim zu erreichen – allerdings nur nach Anmeldung und Anamnese über den medizinischen Bereitschaftsdienst oder über einen Haus- oder Facharzt.

Über einen Hintereingang ist das Corona-Testzentrum im Barbaraheim zu erreichen – allerdings nur nach Anmeldung und Anamnese über den medizinischen Bereitschaftsdienst oder über einen Haus- oder Facharzt.

Foto: Daniel Volkmann

Am Montagmittag wurde im Unstrut-Hainich-Kreis der erste Corona-Fall registriert. Eine Frau mittleren Alters habe sich mit dem Virus infiziert, bestätigt Sören Lamm, der Leiter des Fachdienstes Gesundheit des Landratsamts.

Sie sei von einer Reise aus dem Risikogebiet Tirol zurückgekehrt und habe sich entsprechend der Allgemeinverfügung in häuslicher Quarantäne befunden. Die Frau sei ohne Symptome. Der durch den Hausarzt veranlasste Test sei positiv gewesen.

Auch die Kinder und der Ehemann der Frau, die nicht mit der Reisegruppe unterwegs waren, befänden sich nun in 14-tägiger Quarantäne.

Im Unstrut-Hainich-Kreis hat am Montag eine zentrale Abstrichstelle für Corona-Verdachtsfälle und Infizierte die Arbeit aufgenommen. Das Abstrichzentrum befindet sich im Barbaraheim, Lindenhof 1, und ist über einen separierten Eingang zu erreichen, wie die Kassenärztliche Vereinigung als Initiatorin mitteilte.

Unbedingte Voraussetzung für einen Test seien die Anmeldung und das Vorgespräch über den medizinischen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 beziehungsweise über einen Haus- oder Facharzt.

Dort werde entschieden, ob ein Abstrich erforderlich ist und schließlich ein Termin in der Corona-Abstrich-Stelle vereinbart. Erst mit diesem Termin könne die Untersuchung erfolgen. Damit soll verhindert werden, dass die Betroffenen Schlage stehen und knappe Laborkapazitäten durch vielleicht unnötige Test zusätzlich überstrapaziert werden.

Die Prozedur dauert etwa zehn Minuten, in denen Mediziner, jeweils komplett in weiße Ganzkörper-Schutzkleidung gehüllt, die Gesundheitsdaten erfassen, Proben in Form eines Nasenabstrichs nehmen sowie Erläuterungen und Belehrungen weitergeben. Mit dem Testergebnis sei nach fünf bis sieben Tagen zu rechnen.

Geöffnet ist Anlaufstelle montags bis freitags von 18 bis 20 Uhr, an den Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr. Die zentralen Anlaufstellen sollen die Arztpraxen entlasten.