Familienzirkus Amara sitzt in Sundhausen fest

Sundhausen.  Der Familienzirkus Amara ist im Winterquartier in Sundhausen in Not, weil er wegen der Corona-Krise Auftritte absagen muss.

Zum Zirkus Amara gehören Joanna mit Sohn Jadon, Thomas Kasper, Rihanna, Laila Kasper und Sharon. Es fehlen auf dem Bild: Vincent und Adrian.

Zum Zirkus Amara gehören Joanna mit Sohn Jadon, Thomas Kasper, Rihanna, Laila Kasper und Sharon. Es fehlen auf dem Bild: Vincent und Adrian.

Foto: Sabine Spitzer

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Wegen der Corona-Krise sitzt der Zirkus Amara im Winterquartier in Sundhausen fest. Ohne Auftritte verdienen die Manegenkünstler kein Geld. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht“, sagen Laila und Thomas Kasper, die Oberhäupter des kleinen Familienzirkus sind. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog.

Jetzt sollte die nächste Tournee beginnen. Wegen des Corona-Virus sind aber Menschenansammlungen verboten, deshalb müssen Laila und Thomas Kasper die Auftritte absagen. Damit bricht ihnen die Existenzgrundlage weg.

Der Familienzirkus wird in siebter Generation geführt. Thomas Kasper hatte die Tradition 1999 wieder aufleben lassen. Denn die Kette war abgebrochen, weil der Großvater im Zweiten Weltkrieg fiel und die Großmutter im Wochenbett starb. Thomas Kaspers Eltern hatten ein Puppentheater, doch dort fühlte sich der heute 55-Jährige fehl am Platz. „Der Zirkus ist mein Leben“, sagt er. Auch seine Frau Laila, die ebenfalls aus einer Zirkusfamilie stammt, möchte mit niemandem tauschen.

Vorerst wollen sie auf dem Sportplatz in Sundhausen bleiben, wo sie im Dezember mit den Wohnwagen Quartier aufschlagen durften. Einen festen Wintersitz haben sie nicht. Zum Familienzirkus gehören zwei ihrer fünf Kinder mit ihren Partnern. Auch der Nachwuchs ist dabei: Rihanna (4) und Jadon (2). Die Familie versucht sich einzuschränken und zu sparen wo es geht. Doch bald müssen sie wieder Gas kaufen, mit denen die Wohnwagen beheizt werden. Auch brauchen sie Futter für die zehn Tauben und sechs Hunde, die Stars ihrer Tierdressuren sind.

Rund 300 Zirkusse gibt es in Deutschland, allen geht es wie Amara. Die Gesellschaft der Circusfreunde hat daher einen Appell an die Bundesregierung gerichtet und um Hilfe in der Not gebeten.

Um Hilfe bittet auch Amara und wendet sich an die Menschen im Kreis. „Wir sind hier im Ort herzlich aufgenommen worden“, hoffen Laila und Thomas Kasper auf Spenden – egal ob Geld oder Lebensmittel.

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