FDP-Kandidat Fred Leise wirbt für Mitmach-Mentalität

Mühlhausen. Leser kritisieren bei Facebook-Fragestunde mit Direktkandidat Fred Leise den Wahlkampf der Liberalen. Soziales und die Werra bewegen die Bürger.

 Bundestagskandidat Fred Leise (FDP) stellte sich auf Facebook den Fragen unserer Leser. Foto: Heiko Kleinschmidt

Bundestagskandidat Fred Leise (FDP) stellte sich auf Facebook den Fragen unserer Leser. Foto: Heiko Kleinschmidt

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TA: Von wo aus chatten Sie?

Ich bin in meiner Fahrpause in Ebenshausen, zwischen meinen beiden Lkw-Fahrten von Bad Hersfeld nach Kopenhagen.

Tina Wepunkt: Um welche Themen wollen Sie sich am meisten kümmern?

Die Erhaltung unserer Dorfkulturen. Damit meine ich die Beteiligung der Menschen an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes - eben kommunale Selbstverwaltung in kleinen Strukturen. Außerdem: schuldenfreie öffentliche Haushalte und der Schutz des Wasserkreislaufes - also Nein zur Werraversalzung.

Tina Wepunkt: Schuldenfreie Haushalte: Wie gedenken Sie vorzugehen?

Ehe ich auf Zukünftiges eingehe, möchte ich auf meinen Gemeindehaushalt verweisen. Als Bürgermeister von Ebenshausen habe ich in den letzten 20 Jahren 2,8 Millionen Euro investiert, trotzdem sind wir seit 2011 schuldenfrei. Dies ist nur durch Konsequenz und das Setzen von Prioritäten gelungen. Wir müssen die Staatsquote zurückführen und die Überfrachtung der Menschen mit Gesetzen und Vorschriften abbauen. Mehr Freiheit für den Einzelnen.

Kim-Christine Post: Wie erklären Sie sich den eher dürftigen Wahlkampf der FDP in Thüringen?

Ich kann nur für meinen Wahlkreis und mein Team sprechen. Wir haben Termine auf den gesamten Wahlkreis verteilt: unter anderem Themenwanderungen zur Werraversalzung, zu Tourismus oder zur Aufarbeitung des DDR-Unrechtes.

Stephan Amthor: Wie denken Sie über die Einführung eines Mindestlohnes?

Keinen gesetzlich festgesetzten Mindestlohn. Ich befürchte, dass ein Mindestlohn als Markteintrittsbarriere für Jugendliche und Geringqualifizierte wirkt - und diese so um ihre Lebenschancen bringt. Beweis hierfür sind einige Nachbarländer.

S. Amthor: Erwarten Sie eine Erhöhung bei der Mehrwersteuer in den nächsten 2 Jahren um mehr als 2 Prozent? Wie stehen Sie zur Stromumlage und den Schlupflöchern, die diverse Unternehmen ausnutzen, um entlastet zu werden ?

Über eine klare Anwendung der Sozialen Marktwirtschaft sind wir uns einig. Ich werde keiner Steuererhöhung und keiner weiteren Neuverschuldung zustimmen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist Umverteilung von kleinen Stromverbrauchern zu vermögenden Solarfürsten, daher möchte ich das EEG für alle abschaffen und die Verbraucher somit entlasten.

TA: Was nehmen Sie aus der heutigen Runde mit?

Soziale Fragen bewegen die Menschen sehr. In Zukunft möchte ich eine neue Mitmach-Mentalität erreichen.

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