Feuer zerstört Wohnhaus in Lengenfeld - Nachlöscharbeiten dauern an

Lengenfeld unterm Stein.  Nach dem Brand eines Wohnhauses müssen zwei Bewohnerinnen ins Krankenhaus. Feuerwehren aus dem Südeichsfeld sind stundenlang im Einsatz.

Der Dachstuhl und das Obergeschoss des Hauses wurden beim Brand am Dienstagvormittag zerstört. Die Struther Feuerwehr löscht mit der Drehleiter.

Der Dachstuhl und das Obergeschoss des Hauses wurden beim Brand am Dienstagvormittag zerstört. Die Struther Feuerwehr löscht mit der Drehleiter.

Foto: Alexander Volkmann

Als die Freiwilligen Feuerwehren am Dienstagvormittag am Brandort eintrafen, schlugen die Flammen schon aus den Dachfenstern des Wohnhauses am Kirchberg in Lengenfeld unterm Stein. Gegen 10.30 Uhr waren die Einsatzkräfte aus der Ortschaft im Südeichsfeld gemeinsam mit den Wehren aus Diedorf und Struth mit deren Drehleiter alarmiert worden.

Direkt neben der katholischen Kirche brannten Dachstuhl und Obergeschoss des Hauses. Dichter Qualm zog über den Ort. Zwei Bewohnerinnen, eine 70 Jahre alte Frau und deren 49-jährige Tochter, wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus nach Mühlhausen gebracht. Der 53 Jahre alte Ehemann, der nur wenige Meter entfernt vom Wohnhaus arbeitet, hatte das Feuer erst bemerkt, als er die Sirene hörte. Gemeinsam mit der Feuerwehr traf er an seinem brennenden Haus ein. „Ich wollte im Keller noch das Gas abstellen, aber durch den Rauch konnte ich nicht mehr rein.“

Nachdem die Löschwasserversorgung über einen Hydrant gesichert war, wurde eine zweite Leitung vom Lengenfelder Klinikum her aufgebaut. Die Struther Einsatzkräfte öffneten über die Drehleiter das Dach, um zu löschen. Ein angrenzendes Gebäude wurde durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen.

Nach etwa eineinhalb Stunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, sagte Kreisbrandmeister Rolf Steinbrecher. Unterstützend hatte er die Wehren aus Wendehausen und Hildebrandshausen als Reserve für die Atemschutzgerätträger nachalarmiert. Die Feuerwehr Mühlhausen kam mit einem Gerätewagen.

Ortschaftsbürgermeister Karl-Josef Hardegen (CDU) war einer der ersten am Brandort. Er organisierte mit Unterstützung des Klinikums die Versorgung der rund 50 Einsatzkräfte. Südeichsfeld-Bürgermeister Andreas Henning (parteilos) kam, trotz seines Geburtstages, um sich ein Bild vom Schaden zu machen und Hilfe anzubieten.

Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Laut Polizei ist ein Schaden von mindestens 100.000 Euro entstanden. Dach und Obergeschoss wurden durch Feuer und Löschwasser zerstört. Bis zum Nachmittag waren die Feuerwehrleute noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Die genaue Ursache sollen Brandermittler der Polizei ab Mittwoch klären. Ersten Erkenntnissen zufolge könnte heißes Öl in einer Pfanne zum Brand geführt haben.