Forscher belauschen Tiere im Hainich

Die Geräusche Fledermäusen und Vögeln nehmen Forscher im Hainich und der Dün-Region für ein deutschlandweites Projekt auf.  

Die Geräusche Fledermäusen und Vögeln nehmen Forscher im Hainich und der Dün-Region für ein deutschlandweites Projekt auf.  

Foto: Thomas Stephan / Nationalpark Hainich

Hainich.  Aufnahmen von Vögeln und Fledermäusen werden für ein deutschlandweites Projekt gesammelt.

Forscher interessieren sich für die Geräusche von Vögeln und Fledermäusen, die im Hainich zu hören sind. Auf etwa 100 Flächen im Nationalpark und im angrenzenden Wald und Grünland hätten dazu Aufnahmen von Vogelstimmen und Fledermauslauten begonnen, heißt es in einer Mitteilung. Der „Lauschangriff“ sei Teil des deutschlandweiten Forschungsprojektes „Birds & Bats“. Dessen Ziel sei es herauszufinden, wie sich Vogel- und Fledermausgemeinschaften in unterschiedlich genutzten Landschaften zusammensetzen – also etwa im Wald, auf bewirtschafteten Wiesen, aber auch in besiedelten Gegenden.

Dafür seien zusätzlich 36 Ortschaften in der Hainich-Dün-Region ausgewählt worden. Die Aufnahmen von dort würden dann mit denen aus Wald und Grünland verglichen. Aufgenommen werde mit autonom arbeitenden Geräten. Sie dokumentieren den Gesang und die Aktivitäten von Vögeln über mehrere Stunden, morgens und abends, aber auch nachts.

Jede der 100 Flächen werde dazu bis Ende Mai mehrfach von Forschern besucht. Zwischen Juni und September würden zudem über Nacht die Echoortungsrufe vorbeifliegender Fledermäuse erfasst. Dies geschieht mittels sogenannter Batcorder, die Ultraschall erfassen.

Die Forscher erhoffen sich auch Erkenntnisse darüber, wie die Landschaftsnutzung sich auf die Artenvielfalt auswirkt.