Fundstück (272): Die Danksagung der Wiebeck-Witwe

Bad Langensalz.  Ein Denkmal und ein nach dem Altbürgermeister benannter Platz weisen bis heute auf die Verdienste Oskar Wiebecks hin.

Die Danksagungskarte der Witwe Marie Wiebeck ist ein seltenes Zeitdokument.

Die Danksagungskarte der Witwe Marie Wiebeck ist ein seltenes Zeitdokument.

Foto: Marie Wiebeck / Sammlung Holger Schneider

Den Dank der Witwe des Oskar Wiebeck bekam 1932 Bad Langensalzas Bürgermeister Friedrich Wilhelm Türkhardt. Auch jeder seiner Stadträte erhielt solch eine Karte von Marie Wiebeck.

Der Alt-Bürgermeister Oskar Wiebeck war am 17. Februar 1932 in seiner Wahlheimat Friedrichroda gestorben. Am 22. Februar 1932 wurde der von März 1868 bis Juli 1919 in Langensalza einst tätige Bürgermeister begraben.

Wiebeck hatte bereits ab 1889 die wöchentliche Müllabfuhr in der Kreisstadt eingeführt. Auch die Einweihung der Garnisonskaserne in der Thamsbrücker Straße am 1. Oktober 1900 war in seine Amtszeit gefallen. 1903 besaß jedes Haus von Langensalza dank ihm einen eigenen Wasseranschluss und Kanalisation. 1910 ließ er Firmen der Stadt die Mittelschule in der Poststraße bauen. Die Überwölbung der unteren Salza in der Langen Straße ist ebenfalls sein Werk.

Bereits 1901 erhielt ein vom Friedhof zum Böhmen führender Weg die Benennung Wiebeck-Allee. 1925 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. 1935 war ihm in der Stadtmitte des Wiebeck-Denkmal errichtet worden, heute steht es auf dem nach ihm am 22. Mai 1991 benannten Wiebeck-Platz.