„Weißt du noch“: Ausstellung erinnert an DDR-Alltag in Langula

Langula  Heimatverein will mit einer Ausstellung die Geschichte das Dorfes zwischen 1945 und 1989 zeigen, ohne zu verklären.

„Weißt du noch“ ist eine Ausstellung überschrieben, die an den DDR-Alltag in Langula erinnert. Dazu gehörte auch die Band Glücksstern und die Kaffee-Utensilien. Zusammengestellt wurde sie vom Heimatverein und seiner Vorsitzenden, Heike Conrad. Gerda Moschcau (links) schaut sich gern um.  

„Weißt du noch“ ist eine Ausstellung überschrieben, die an den DDR-Alltag in Langula erinnert. Dazu gehörte auch die Band Glücksstern und die Kaffee-Utensilien. Zusammengestellt wurde sie vom Heimatverein und seiner Vorsitzenden, Heike Conrad. Gerda Moschcau (links) schaut sich gern um.  

Foto: Claudia Bachmann

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Es geht ihr ums Erinnern, nicht ums Verklären. Den Begriff Ostalgie lehnt sie vehement ab. Heike Conrad und der Heimatverein Langula haben eine Ausstellung unter der großen Überschrift „Weißt du noch“ auf die Beine gestellt, die noch bis Ende des Monats in der Heimatstube zu sehen ist.

Die Reaktionen seit der Eröffnung der Ausstellung am ersten August-Wochenende haben Heike Conrad überrascht und auch berührt. „Da standen alte Langulaer vor mir mit Tränen in den Augen“, sagt die Lehrerin der örtlichen Regelschule, die in der kommenden Woche auch Schülern ihrer Schule die Ausstellung zeigen möchte.

Es geht vor allem um die dörfliche Geschichte, Langulaer Ereignisse sind denen in der Republik gegenübergestellt. Da ist die Eröffnung der Kinderkrippe 1954 als laut Heike Conrad erste Kinderkrippe im Landkreis Mühlhausen und die Einweihung der Schule als letzte DDR-Plattenbauschule 1989 genauso dabei wie der Wiederaufbau des Angers, nachdemihn eine Wind- und Wasserhose komplett zerstört hatte.

Auch Notizen aus dem Dorffunk finden ihren Platz. Akkurat mit der Schreibmaschine geschrieben und abgeheftet.

Berühmte Langulaer Persönlichkeiten haben ihren Platz – der Arzt zum Beispiel und auch Handwerker. Auch an sie und die immer mehr verloren gehenden Kenntnisse wird erinnert. Viele der mehreren hundert Exponate hatte der Heimatverein selbst in seinem Fundus.

Viele andere kamen allerdings aus dem Dorf. Was da alles an DDR-Erinnerungsstücken aufbewahrt wurde, das wunderte selbst die Heimatgeschichtler – nicht allein Technik wie zum Bohnern der guten Stube, Kaffeemühlen und Kaffeemaschine oder Einkochgefäße. Es fanden sich selbst noch Tütensuppe und Scheuerpulver – original verpackt und ungeöffnet.

Wer die Ausstellung sehen möchte, wendet sich bitte an Heike Conrad, Telefon: 03601/756 194. Die letzte Chance dazu wird am 26. August bestehen.

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