Gipfeltreffen der Steiger bei Blasmusik und Schmandfladen zum Haldenfest

Menteroda  Menteroda lädt zum Haldenfest auf den höchsten Berg des Unstrut-Hainich-Kreises. Bergmannsverein feiert in diesem Jahr 20-Jähriges.

Bei bester Fernsicht zum Inselsberg, Wartburg und Possen nutzen viele Gäste die Gelegenheit für einen Aufstieg auf den 510 Meter hohen Kali-Berg. Andere ließen sich mit dem Bus chauffieren.

Bei bester Fernsicht zum Inselsberg, Wartburg und Possen nutzen viele Gäste die Gelegenheit für einen Aufstieg auf den 510 Meter hohen Kali-Berg. Andere ließen sich mit dem Bus chauffieren.

Foto: Alexander Volkmann

Einmal im Jahr wird die Kalihalde in Menteroda zum Ziel ehemaliger Kumpel aus ganz Nordthüringen und Hunderter interessierter Gäste. Am Fuß des Berges spielte am Samstag die Blaskapelle, Bratwurst und Schmandfladen wurden serviert, es gab ein buntes Programm und viel zu erzählen. Etliche Besucher wanderten auf den höchsten Berg des Unstrut-Hainich-Kreises. Der ist, seit die Menteroda Recycling GmbH 1991 die Renaturierung übernommen hat, auf 510 Meter gewachsen. Höher soll er nicht mehr werden, aber in der Breite ist noch Platz. 30.000 Tonnen Bauschutt und Erde kommen jeden Monat dazu. So bekommt der Salzberg nach und nach seine grüne Decke.

Oben, bei bester Fernsicht auf Inselsberg, Wartburg und Possen, hatte auch Heidi Töppe auf einer Bank Platz genommen und kam mit ihrem alten Schulfreund Diether Trautvetter ins Gespräch. Er ist Chef der Menteroda Recycling und Vorsitzender des Bergmannsvereins, die das Fest gemeinsam veranstalten. Heidi Töppes Mann war selbst Steiger. „Der Bergbau steckt immer noch in unseren Herzen“, sagte sie. Viel sei damals für die Region geschaffen worden. 1990 war dann Schluss. 1700 Arbeitsplätze waren weg. Eine Zeit, in der lange nicht klar war, wie es weiter gehen würde.

Knappenchor verjüngt den Bergmannsverein

Vielen Kumpeln blieben Bergbau-Rente und Traditionspflege. Die leben sie seit 20 Jahren im Bergmannsverein „Schlägel und Eisen“, der mit einem Durchschnittsalter von 67 Jahren noch vergleichsweise jung sei, wie Trautvetter sagte. Mit dem Kabarett-Ensemble „Kalibris“ kam frischer Wind. Verjüngen sollen den Verein nun auch Schüler der Gemeinschaftsschule mit ihrem Knappenchor. Der hatte am Samstag ebenfalls einen Auftritt. Gefeiert wird das Vereinsjubiläum groß zum Barbarafest im Dezember. Mitte November findet in Menteroda die Landeskonferenz der Knappen- und Hüttenvereine statt.

Das diesjährige Haldenfest bot Gelegenheit zu sehen, was dort seit Jahren rund um die Halde passiert. Diesmal war das für die Gäste sogar bei einem Helikopterflug möglich. Zwischen 800 und 900 Besucher haben die Veranstalter Samstag gezählt.

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