Höngedaer Schüler waren die besten

Mühlhausen. An zwölf Stationen war am Mittwochvormittag Wissen über Wald und Natur gefragt.

Die Schüler des Förderzentrums „Janusz Korczak“ Höngeda bewiesen Geschick beim Holzstapeln und waren die Besten des Tages. Foto: Daniel Volkmann

Foto: zgt

240 Kinder – vorrangig aus den Klassenstufen 3 und 4 – aus 14 Klassen ermittelten zum 23. Mal den Sieger der Waldjugendspiele. Sie kamen aus jenen 30 Schulen, die im Einzugsgebiet des Forstamtes Hainich/Werratal mit Sitz in Creuzburg liegen.

Allerdings blieb diesmal die Zahl der Teilnehmer unter der vergangener Jahre zurück.

Das Forstamt selbst, aber auch der Nationalpark Hainich, der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, die Firma Pollmeier in Creuzburg, das Deutsche Rote Kreuz und die Stadtverwaltung Mühlhausen stellten 33 Helfer, die die Klassen auf ihrem etwa drei Kilometer langen Weg durch den Stadtwald begleiteten oder eine der Stationen betreuten. Das erläuterte Förster Alexander Böttger vom Forstamt in Creuzburg, der bei der Organisation des Tages die Verantwortung trug.

Bäume des Jahres für alle Teilnehmerschulen

Die Kinder waren als Praktiker gefragt, zum Beispiel beim Sägen oder beim Zapfenzielwurf, aber auch mit ihrem theoretischen Wissen. Welches Holz gehört zu welchem Baum, welches Werkzeug benötigt ein Waldarbeiter?

Fragen, die die Kinder zu beantworten hatten. Manche bedienten sich dazu nicht nur dem leisen Vorsage der Lehrer, sondern auch einem Nachschlagewerk. Was man tun muss, wenn man einen Bewusstlosen finden, oder wie die Atmung kontrolliert wird, das wollte an der DRK-Station Andreas Dietzel wissen.

Wieder mit im Angebot war nach Jahren der Pause die Fledermaus-Station von Alexander Claußen aus Eisenach, der die Kinder wissen ließ: Die älteste Fledermaus, die er gefunden hat, war 43 Jahre alt – eine kleine Bartfledermaus.

Den Sieg sicherte sich das Förderzentrum „Janusz Korczak“ in Höngeda vor der Thepra-Grundschule in Bad Langensalza und der Grundschule Berka vor dem Hainich. Bedacht wurden alle Teilnehmer mit einem Baum des Jahres und verschiedenen Präsenten. Für die ersten drei Klassen wurden insgesamt 300 Euro Preisgeld ausgeschüttet. „Das Niveau war recht hoch. Wir hatten schon das Gefühl, dass sich die Klassen gut auf den Wettbewerb vorbereitet hatten“, fassten Alexander Böttger zusammen. Die Ränge eins bis sechs trennten nur wenige Punkte. Deshalb auch ist nicht auszuschließen, dass die Aufgaben für die Teilnehmer des Jahres 2016 etwas komplizierter werden.

„Oder wir führen eine zusätzliche Aufgabe ein, mit der sich die Unterschiede zwischen den Mannschaften herausarbeiten lassen“, meint der Mitarbeiter des Forstamtes, als am Mittwochnachmittag die Ergebnisse ausgewertet waren.

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