Hufeland-Klinikum Bad Langensalza erhält neuen Computertomografen

Bad Langensalza.  Der Computertomograf im Bad Langensalzaer Hufelandklinikum wird gegen ein modernes Gerät neuester Generation getauscht.

Das Bad Langensalzaer Hufelandklinikum erhält einen neuen Computertomografen. Radiologieassistentin Monique Artes und Chefarzt Michael Puderbach stehen in einem Anhänger mit integriertem Tomografen der als Übergangslösung dient.

Das Bad Langensalzaer Hufelandklinikum erhält einen neuen Computertomografen. Radiologieassistentin Monique Artes und Chefarzt Michael Puderbach stehen in einem Anhänger mit integriertem Tomografen der als Übergangslösung dient.

Foto: Daniel Volkmann

Der Computertomograf im Bad Langensalzaer Hufeland-Klinikum wird gegen ein modernes Gerät getauscht. Die bisherige Technik um mittels Röntgensignalen digitale Schnittbilder einzelner Körperregionen aufnehmen zu können sei inzwischen gut zehn Jahre alt. Sie hätte ihre Dienste für die stationäre und ambulante bildgebende Diagnostik getan, heißt es aus dem Klinikum. Gut eine Million Euro würden für neue Technik und Renovierung des Behandlungsraums am Standort in Bad Langensalza investiert.

Bereits im Juni dieses Jahres ist der Tomograf am Klinikstandort in Mühlhausen gegen ein neues Gerät ersetzt worden. Voraussichtlich Mitte Dezember sollen die Arbeiten in Bad Langensalza abgeschlossen und der neue Computertomograf in Betrieb genommen werden.

Der Neue wird auf Bestellung gebaut

„Auch die Medizintechnik entwickelt sich weiter. Das heißt, nicht dass unser bisheriger Tomograf weniger leistungsfähig wäre oder den aktuellen Anforderungen an die Medizin nicht gerecht geworden ist. Er wurde im Laufe der Jahre auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten. Viele Änderungen sind in die Anlage geflossen“, sagt Michael Puderbach, er ist Chefarzt der Radiologie im Bad Langensalzaer Klinikum. Man sei aber inzwischen an einem Punkt, an dem so ein medizinisches Großgerät nicht mehr ausbaufähig ist.

Drei Generationen liegen zwischen dem alten und dem neuen Gerät. Michael Puderbach vergleicht es mit einem Computer zuhause, er könne aufgerüstet und mit einer neuen Grafikkarte versehen werden er bräuchte aber auch irgendwann einen neuen Prozessor erklärt der Chefarzt.

Gut 18 Monate habe es gedauert, bis die Entscheidung für den neuen Tomografen gefallen ist. Ausschlaggebend seien der Preis und die benötigte technische Ausstattung. Das Klinikum sei nicht mit einer Universitätsklinik zu vergleichen, die nicht unbedingt Geld verdienen müsse. „Wir sind ein Krankenhaus und müssen uns finanzieren. Deshalb haben wir nach einem guten Gerät zu einem fairen Preis gesucht“, erklärt der Chefarzt. Die Geräte seien sehr individuell. Der Tomograf würde genau nach den Vorstellungen der Klinik gebaut und stünde nicht in einem Lager zur Abholung bereit.

Mit der modernen und strahlungsärmeren Technik müsse der Behandlungsraum, aber nicht umgerüstet werden. Der Raum an sich sei für eine Behandlung mit einem Computertomografen geeignet. Er verfüge über eine Bleiabschirmung an Boden, Decke, Wänden und Türen. Lediglich eine Renovierung steht an. Die Wände werden gemalert der Boden frisch verlegt auch die Möbel bekämen neue Fronten. „Wir möchten ja kein neues Gerät in einer alten Garage. Behandlungsraum und Tomograf werden nach dem Abschluss der Arbeiten einen zeitgemäßen Auftritt haben“ sagt Michael Puderbach.

Relativ lang habe man die Entscheidung diskutiert, einen mobilen Tomografen für die Zeit des Austauschs zu mieten. Dieser ist in einem LKW-Anhänger verbaut und dient als Übergangslösung. Bis zu einer Woche hätte man im Bad Langensalzaer Klinikum ohne Tomografen überbrücken können. In dieser Zeit hätte man die Untersuchungen in Mühlhausen oder Erfurt durchführen können. Nach der Planung sei aber schnell klar gewesen, dass der Austausch samt Raumrenovierung nicht innerhalb einer Woche realisierbar ist. „Als Grund- und Regelversorger mit einer 24-Stunden-Notaufnahme, zwei Wochen und am Ende drei Wochenende, ohne Computertomograf dazustehen, das geht nicht“ erläutert Puderbach.

Mit dem Gerät werde in der Krebsdiagnostik und der Gefäßchirurgie gearbeitet. Außerdem können damit Krankheiten der inneren Organe wie Lunge, Darm, Nieren oder Herz sowie der Verdacht auf Hirnblutung festgestellt werden. Deutschlandweit gäbe es nur einen Anbieter der diese Medizintechnik auf einem riesigen LKW-Anhänger vermietet, man habe sich also mit dem Austausch nach dem Vermieter des mobilen Gerätes richten müssen. Das dies jetzt in der kalten Jahreszeit geschieht, sei nicht der Wunsch des Klinikums gewesen. Wöchentlich schlägt die Miete des Anhängers mit rund 10.000 Euro zu Buche, das Gerät sei etwas leistungsschwächer könne aber dennoch alles, was im Bad Langensalzaer Hufelandklinikum benötigt wird, es sei komplett mit dem Haus vernetzt.

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