Im neuen Freibad in Mühlhausen gibt es kostenloses Internet

Mühlhausen.  Mühlhausen profitiert von 55.000 Euro Fördermitteln und möchte beide Projekte bis zum Herbst umsetzen.

Im Juni soll das Mühlhäuser Freibad öffnen. Der Rohbau des Kassenhäuschens am neuen Mühlhäuser Freibad ist fast fertig.

Im Juni soll das Mühlhäuser Freibad öffnen. Der Rohbau des Kassenhäuschens am neuen Mühlhäuser Freibad ist fast fertig.

Foto: Daniel Volkmann

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Die Kreisstadt will das kostenfreie Surfen ermöglichen. Für dieses Jahr kündigt die Stadtverwaltung dazu mehrere Maßnahmen dafür an. Die Grundlagen wurden zum Teil bereits 2019 durch den Stadtrat gelegt. Nachdem der im Oktober den Sperrvermerk aufgehoben hat, hat sich die Stadt bei der Thüringer Aufbaubank finanzielle Unterstützung für WLAN in der Innenstadt bekommen: gut 40.000 Euro. Damit habe man ein „deutliches Puffer“, sagt Ann-Kristin Zabel, die Fachbereichsleiterin für Wirtschaft und Soziales im Rathaus. Das Planen der Arbeiten soll ein externes Büro übernehmen. Elf Hotspots im Freien wird es geben, sechs in einem Gebäude. „Sie sind strategisch gewählt, um viel Strahlweite zu schaffen“, so Zabel.

Hotspots zwischen Frauentor, Persiluhr und Museum

Die Reihe der Hotspots soll vom Inneren Frauentor über die Marienkirche zur Burggalerie, in die Linsenstraße – bis bin zu Untermarkt und Kulturhistorischem Museum – und an die Persiluhr führen. Zabel rechnet damit, dass die Planungsphase im März abgeschlossen wird, dann sollen die Hotspots installiert werden. Den Abschluss der Arbeiten erwartet sie für den Spätsommer.

Zwist mit der Denkmalpflege stehe nicht ins Haus. Zwar könne ein solcher Hotspot nicht an der Stadtmauer angebracht werden, doch könne er in der Farbe der Fassade gestrichen werden, so dass er letztlich nicht den Anblick stört. Das ist auch aus einem anderen Grund nicht zu erwarten: Die Hotspots werden meist unter dem Dachfirst installiert. In den Kellern der Gebäude werden kleine Router aufgestellt.

Trotz der 17 Punkte ist laut Zabel nicht zu erwarten, dass im gesamten Stadtzentrum lückenlos kostenfreies WLAN angeboten wird. Es werde außerdem nicht angestrebt, ein kostenfreies Surfen rund um die Uhr anzubieten.

Etwas ins Stocken geraten war das Projekt, weil die Stadtverwaltung im Haushalt 150.000 Euro veranschlagt hatte. Nach Meinung der Stadträte viel zu viel, sie belegten die Haushaltsposition mit einem Sperrvermerk, den sie im Herbst aufhoben und ein Drittel der vorgeschlagenen Summe, 50.000 Euro, dafür freigaben. Zu den Installationskosten kommen monatlich 2750 Euro für eine Servicepauschale und für Internetkosten.

Baden, chillen und surfen

Während sich das Projekt Gratis-WLAN auf die Innenstadt konzentriert, profitiert die Stadt am Schwanenteich vom Programm „Wifi4you“. 15.000 Euro fließen von der Europäischen Union in die Errichtung kostenloser drahtloser Internet-Hotspots. Das kommt zur Steigerung der Attraktivität des Erholungsgebietes und angesichts der bevorstehenden Eröffnung des neuen Freibads zur rechten Zeit, hatte Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) im Oktober des vergangenen Jahres gesagt, als die Zusage über die finanzielle Unterstützung eintraf. Er sieht die Investition am Schwanenteich als Ergänzung des kostenfreien WLAN-Netzwerks in der Innenstadt. Mit „Wifi4you“ unterstützt die Europäische Union den Aufbau kostenloser Wi-Fi-Netze im öffentlichen Raum; pro Gemeinde mit 15.000 Euro. Die Hotspots sollen an Orten eingerichtet werden, an denen noch kein kostenloses WLAN-Angebot verfügbar ist. Insgesamt hatten sich rund 11.000 Gemeinden aus der ganzen EU beim aktuellen dritten Aufruf beworben, 1700 Gemeinden kamen zum Zuge, davon 140 aus Deutschland.

Mit Baderöffnung soll WLAN nutzbar sein

Das Angebot, drahtlos und kostenfrei im Internet zu surfen, soll bereits mit der Baderöffnung im Juni vorgehalten werden. „Wer heutzutage in ein Freibad geht, will ein bisschen schwimmen, aber vor allem chillen – und dazu gehört das Surfen im Internet“, meint Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD).

Wie weit es auch auf dem in den kommenden Jahren umzugestaltenden Gelände des Naherholungsgebiets Schwanenteich zu nutzen sein wird, dazu könne man derzeit noch keine Aussagen treffen. In Bad Langensalza ist seit dem Frühsommer 2019 kostenfreies WLAN verfügbar, angeboten und betrieben von der Stadtwerke-Tochter Netze Bad Langensalza.

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