Immer Auge und Ohr für Mühlhäuser Divi-Blasii-Kirche

Mühlhausen.  Förderverein der Bachkirche in Mühlhausen dankt dem Gründungsmitglied Hans-Ulrich Pohlmann für seine langjährige Tätigkeit.

Die Divi-Blasii-Kirche auf dem Mühlhäuser Untermarkt.

Die Divi-Blasii-Kirche auf dem Mühlhäuser Untermarkt.

Foto: Alexander Volkmann

Wenn die 675 Jahre alte Festtagsglocke von Divi Blasii erklingt, dann ist dies auch immer für Hans-Ulrich Pohlmann ein ergreifender Moment. Denn nur an Feiertagen und zu besonderen Anlässen wie jetzt zum Divi-Blasii-Fest ist die Mühlhäuser Gloriosa zu hören. Der 75-jährige Mühlhäuser strahlt förmlich, wenn er Gästen vor allem die weniger bekannten Details zur Architektur und Geschichte des Sakralbaus nahebringen kann.

„Die Kirche ist mir sehr ans Herz gewachsen“, sagt er. Hans-Ulrich Pohlmann hat zweifelsohne maßgeblichen Anteil an der umfassenden denkmalpflegerischen Sicherung und Instandsetzung des imposanten Bauwerks seit der Wende.

Seit dem beruflichen Ruhestand brachte Pohlmann all seine Erfahrungen und Leidenschaft in den Ende Januar 2004 gebildeten ehrenamtlichen Arbeitskreis „Förderverein Divi-Blasii-Kirche“ mit derzeit 65 Mitgliedern ein. Als dessen Gründungsmitglied bat er jetzt allerdings um Entlassung als zweiter Stellvertreter des Vereinschefs. Es sei ihm aber weiter ein persönliches und bedeutendes Anliegen, die Pflege und konservatorische Instandsetzung der unterstädtischen Hauptkirche zu begleiten und zu unterstützen.

Während der jüngsten Mitgliederversammlung erinnerte der einstige Stadtdenkmalpfleger an die Restaurierung der schwer geschädigten Chorfenster. Auch die weitere Erforschung der Baugeschichte wie beispielsweise der Marienanbetung am Südportal oder die Altersbestimmung des Dachtragwerks seien auf entsprechendes öffentliches Interesse gestoßen. Auch künftig will Pohlmann „seine“ Divi-Blasii-Kirche nicht aus den Augen und Ohren verlieren.

Der Vereinsvorsitzender und Superintendent Andreas Piontek würdigte Pohlmanns Verdienste in der Erwartung, dass man auch künftig auf seinen Expertenrat zählen dürfe. Neu in den Vorstand des Fördervereins wurde nun Friedemann Kannengießer gewählt.

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