Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in Lengenfeld/Stein

Dass eine "gewisse Normalität gegenüber dem Vorjahr" eingetreten war, zeigte sich Lengenfelds Wehrführer und Vereinschef Hubert Steinwachs zur Jahreshauptversammlung am Wochenende erleichtert.

Lengenfeld unterm Stein. Denn während die Löschkräfte 2009 zu 28 Einsätzen, darunter 17 vorsätzlich verursachten Bränden, ausrücken mussten, gab es 2010 nur fünf Alarmierungen. Dabei handelte es sich um zwei Fehlalarme sowie um vergleichsweise harmlose Hilfseinsätze. "Gott sei Dank, dass das Jahr 2010 so gelaufen ist", meinte auch Bürgermeister Augustin Dienemann. Über die laufenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu den ungeklärten Fällen aus dem Jahr 2009 konnte er nichts Neues verkünden. Die Ermittler würden alles daran setzen, "die ganzen Vorgänge abzuarbeiten".

So viel zu der Frage aus den Reihen der Feuerleute: "Wir denn noch ermittelt?" Landratsstellvertreter Bernd Münzberg (SPD) würdigte die Lengenfelder Wehr als "eine der einsatzstärksten im Kreis". Leider habe man im gesamten Unstrut-Hainich-Kreis im letzten Jahr mehr Brandeinsätze gegenüber 2009 verzeichnen müssen. Auch wenn die Jugendfeuerwehr nur aus sechs Jungen und einem Mädchen besteht, sind die Nachwuchskräfte äußerst engagiert und konnten beim Kreisgeländespiel in Diedorf unter 14 Mannschaften den vierten Platz belegen. Nun würden sich die Lengenfelder intensiv auf den Bundeswettbewerb der Jugendwehren in Hildebrandshausen vorbereiten, versicherte Jugendwart Thomas Ruhland.

Für seine 50-jährige treue Mitgliedschaft wurde Gerhard König das große Brandschutzehrenzeichen am Bande verliehen. Das silberne Abzeichen für 25 Jahre Feuerwehrarbeit ging mit Brigitte Steinwachs, Christina König und Anna Hartmann gleich an drei Frauen sowie an Andreas Riese. Der Bürgermeister bezeichnete die Damen aus gegebenem Anlass als "Mütter der Kompanie". In einer Schweigeminute gedachten die Feuerwehrleute ihres wenige Stunden zuvor zu Grabe getragenen Kameraden Werner Daniel.

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