Katholischen Pfarrei in Mühlhausen bekommt Unterstützung aus Nigeria

Susan Voigt
| Lesedauer: 2 Minuten
Das Team der katholischen Pfarrei um Gemeindereferentin Sarah Alt und Pfarrer Andreas Anhalt bekommt demnächst Unterstützung. 

Das Team der katholischen Pfarrei um Gemeindereferentin Sarah Alt und Pfarrer Andreas Anhalt bekommt demnächst Unterstützung. 

Foto: Susan Voigt

Unstrut-Hainich-Kreis.  Die Stelle des Kaplans im Unstrut-Hainich-Kreis wird nicht nachbesetzt. Ein neuer Diakon und ein neuer Priester treten jetzt ihren Dienst für Mühlhausen, Bad Langensalza und Schlotheim an.

Nachdem Thomas Münnemann Anfang September seine Stelle als Pfarrer in Niederorschel angetreten hat, steht die katholische Pfarrei im Unstrut-Hainich-Kreis ohne Kaplan da. Die Stelle wird laut Pfarrer Andreas Anhalt zunächst auch nicht nachbesetzt und muss deshalb anderweitig kompensiert werden.

Zwei Pfarrer im Ruhestand helfen aus

„Ich bin derzeit zwar der einzige Priester, ich bin aber keinesfalls allein“, sagt Anhalt. Das Gebiet seiner Pfarrei hat etwa 1000 Quadratkilometer Fläche, acht Gottesdienstorte und 6000 katholische Christen. Neben den Gemeinden Mühlhausen, Bad Langensalza und Schlotheim im Unstrut-Hainich-Kreis gehören auch Teile der Landkreise Gotha, Kyffhäuser und Wartburg dazu.

Alleine sei das nicht stemmbar, sagt Andreas Anhalt. „Wo kein Pfarrer mehr vor Ort ist, da geht etwas verloren. Deswegen ist es uns ganz besonders wichtig, dass wir ansprechbar sind und den Kontakt zu unseren Gemeindemitgliedern halten“, sagt Andreas Anhalt. Schon länger helfen deshalb zwei Pfarrer im Ruhestand immer mal wieder aus. „Wenn ich Gerhard Stöber und Georg Jelich nicht hätte, würde es eng werden“, sagt Andreas Anhalt. Neben vielen ehrenamtlichen Mitgliedern und den beiden Gemeindereferenten Sarah und Sebastian Alt steht dem Pfarrer inzwischen außerdem ein neuer Diakon zur Seite. Roland Schmerbauch kommt aus Küllstedt, ist verheiratet und unterstützt Andreas Anhalt wo er kann. Diakone haben in der katholischen Kirche die Wahl zwischen der Verpflichtung zum Zölibat und einer eigenen Familie.

Weil er sich für die Familie entschieden hat, kann Roland Schmerbauch zwar keine Messe halten; einem Wortgottesdienst vorstehen ist aber durchaus möglich. Das gleiche gelte für die Gemeindereferenten. „Neben verschiedenen Aufgaben in der Gemeinde können wir zum Beispiel taufen, beerdigen und trauen“, erklärt Sarah Alt.

Demnächst soll in Mühlhausen zudem ein neuer Priester anfangen. Die Besonderheit: Der neue Gottesmann kommt aus Nigeria. „Wir wissen leider noch nicht allzu viel über den neuen Kollegen. Wir sind aber gespannt und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagt Pfarrer Anhalt. Immer häufiger arbeiten in den umliegenden Pfarreien auch ausländische Priester, erklärt Sarah Alt. Im Bistum Erfurt seien es inzwischen acht.