Kein Gruseln vorm Feuerwehrmann

Alexander Volkmann
Die Feuerwehrfrauen Nicole Diemann (links) und Juliette Hey zeigen den Kindern, wie sie den Atemschutz anlegen.

Die Feuerwehrfrauen Nicole Diemann (links) und Juliette Hey zeigen den Kindern, wie sie den Atemschutz anlegen.

Foto: Alexander Volkmann

Anrode.  Die Feuerwehr Lengefeld gibt Kindergartenkindern Einblick in ihre Arbeit. Die Zukunft des Zeltlagers der Jugendwehren in Anrode ist noch ungewiss.

Es sind Ausnahmesituationen. Aber auf die sollten vor allem Kinder vorbereitet sein. Der Feuerwehrmann mit Atemschutzgerät, das Gesicht von der Maske verdeckt, mit Helm und Pressluftflasche auf dem Rücken, dazu das Geräusch beim Atmen – das lädt geradezu zum Fürchten ein.

Diese Erfahrung haben Feuerwehrleute aus Anrodes Ortsteil Lengefeld vor einiger Zeit bei einer Übung im Kindergarten gemacht. Und deshalb sollen die Kinder nun mehr über die Arbeit der Einsatzkräfte erfahren, sich mit den Hilfsmitteln und Geräten vertraut machen.

So zeigten Juliette Hey, Erzieherin und Jugendwartin der Gemeinde, und Nicole Diemann, Jugendwartin in Lengefeld, nun die Technik. Unterstützt wurden sie von Berufsfeuerwehrmann Maik Schwabe, der Einblicke in ein Feuerwehrfahrzeug gab.

Jugendwehren der Gemeinde Anrode stehen gut da

Es geht dabei auch um die Nachwuchsgewinnung, sind sich die Feuerwehrleute einig. Schon jetzt zählen Anrodes Ortsteil-Feuerwehren rund 50 Kinder und Jugendliche. Neben den regelmäßigen Übungen ist das gemeinsame Zeltlager in den vergangenen 25 Jahren eine feste Größe geworden. Das fand nach zwei Jahren Coronapause Anfang Juli in Hollenbach statt. Es wird wohl das letzte gemeinsame gewesen sein. Ab 1. Januar 2023 finden sich mit der Gemeindeneugliederung auch die Feuerwehren in neuen Strukturen wieder.

„Wir sind in Gesprächen mit den Feuerwehren der aufnehmenden Gemeinden“, sagt Juliette Hey. Noch sei aber offen, wie es mit der guten Tradition des Zeltlagers weiter geht. Landrat Harald Zanker (SPD) unterstützte das diesjährige Treffen mit 200 Euro.