Kreistag fordert Erhalt von Ausbildung in Mühlhausen

Klaus Wuggazer
Auf dem Berufsschulcampus in Mühlhausen  sollen auch künftig Rechtsanwaltsfachangestellte ausgebildet werden, fordert der Kreistag

Auf dem Berufsschulcampus in Mühlhausen sollen auch künftig Rechtsanwaltsfachangestellte ausgebildet werden, fordert der Kreistag

Foto: Daniel Volkmann

Unstrut-Hainich-Kreis.  Rechtsanwaltfachangestellte sollen weiter in Mühlhausen lernen können.

Eine Resolution zum Erhalt der Ausbildung von Rechtsanwaltsfachangestellten am Berufsschulcampus in Mühlhausen hat der Kreistag einstimmig verabschiedet. Alle sieben Fraktionen hatten den Antrag eingebracht. Er sollte noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Den im September will das Bildungsministerium über das künftige Berufsschulnetz entscheiden.

Das sieht etliche Streichungen von Ausbildungsgängen im Nordthüringer Bildungsverbund vor, davon sechs in Mühlhausen. Dagegen haben sich bereits übereinstimmend Landräte und Kreistage gewehrt. In Resolution spricht sich das Parlament nun zudem „entschieden und nachdrücklich für den Erhalt des Ausbildungsberufes Rechtsanwaltsfachangestellte/r am Berufsschulcampus Unstrut-Hainich aus.“

Es unterstützte damit den Anwaltverein, der viele gute Argumente dargelegt habe. In Mühlhausen gebe es ausreichend Lehrkräfte. Der Nachwuchsbedarf in Kanzleien sei groß. Das Einzugsgebiet schließe fünf Nachbarlandkreise ein. Eine Verlagerung der Ausbildung nach Erfurt schwäche den ländlichen Raum. Sie werde auch „viele junge Menschen davon abhalten, sich für diesen Ausbildungsberuf zu entscheiden.“ Die Ausbildung sei zudem eine weitere tragende Säule des Justizstandortes Mühlhausen.