Mehr Geld und Personal für Grünpflege in den Ortsteilen

Bad Langensalza.  Der Haushaltsentwurf in Bad Langensalza enthält Geld für den Kauf von Geräten und Zuschüsse für Beschäftigte. Bürgermeister sagt mehr Personal zu.

Die Grünpflege in den Bad Langensalzaer Ortsteilen – hier Einwohner von Grumbach bei einem Arbeitseinsatz im November – ist schon lange Diskussionsthema im Stadtrat.

Die Grünpflege in den Bad Langensalzaer Ortsteilen – hier Einwohner von Grumbach bei einem Arbeitseinsatz im November – ist schon lange Diskussionsthema im Stadtrat.

Foto: Sebastian Schmidt

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Über die Grünpflege in den Ortsteilen wird im Bad Langensalzaer Stadtrat schon lange diskutiert. Ein Teil der Ortsbürgermeister ist mit dem jetzigen Stand unzufrieden. Mit dem vorliegenden Haushaltsentwurf 2020 und Zusagen für mehr Personaleinsatz soll mehr Klarheit und Gleichbehandlung Einzug halten.

1750 Euro stehen als Investitionsmittel für jeden Ortsteil im Haushalt. Das soll laut einem Kostenvoranschlag für den Kauf eines Rasenmähers und einiger weiterer Geräte reichen, sagte Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos). Nur Klettstedt ist ausgenommen, weil dort die Ausstattung bereits ausreichend sei. Auch in anderen Ortsteilen gibt es schon Gartengeräte. Deshalb könne letztlich jeder Ort selbst entscheiden, wofür er das Geld verwendet, so Reinz auf Nachfrage von Torsten Wronowski (Nägelstedt) und Sebastian Schmidt (Grumbach, beide Wählergruppe WIR).

Ebenfalls im Haushalt steht eine Summe von 30.000 Euro für die Ortsteile. Damit sollen geringfügig Beschäftigte oder geförderte Stellen mit finanziert werden, die ebenfalls der Grünpflege dienen. Die Ortsteile haben bis jetzt eigenständig unterschiedliche Lösungen für solches Personal gesucht.

Das Mähen der Sportplätze ist ein eigenes Kapitel: Im Zusammenhang mit der Sanierung des Stadions, die 2020 abgeschlossen werden soll, will die Stadt auch einen neuen Rasentraktor kaufen. Der soll dann samt Platzwart auch auf den Sportplätzen in den Dörfern eingesetzt werden, sagte Reinz. Alleine zwei Arbeitskräfte würden sich dann nur um diesen Bereich kümmern.

Zugesagt hatte der Bürgermeister zudem, drei Bauhofmitarbeiter fest für die Grünpflege in den Ortsteilen abzustellen und zusätzlich zwei Saisonkräfte, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte. Sie sollen aus dem vorhandenen Personal kommen – und gehen damit letztlich zu Lasten der Pflege in der Kernstadt.

Im November hatte die WIR-Fraktion einen Antrag im Stadtrat eingebracht, dass jeder Ortsteil eigene Mitarbeiter mit mindestens 50 Stunden pro Monat erhalten soll für die Pflege der Grünflächen und städtischen Liegenschaften, plus individuelle Zeitkontingente je nach dem realen Pflegeaufwand.

Die Bürgerliste/FDP, beantragte, zunächst eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands und des Bedarfs zu erstellen und auch eine Fremdvergabe zu prüfen. Auf Antrag von Monika Ortmann (Die Linke) wurde das Thema dann in den Hauptausschuss verwiesen – auch mit Blick auf die bevorstehende Haushaltsdebatte.

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