Mit Stempel und Passierschein über die Grenze bei Teistungen

Teistungen  Es gibt grünes Licht für den Trabi-Konvoi, der in der Nacht zum 10. November die Grenzöffnung in Teistungen nachstellt.

Wie vor 30 Jahren: In der Nacht zum 10. November wird die Grenzöffnung nachgestellt.

Wie vor 30 Jahren: In der Nacht zum 10. November wird die Grenzöffnung nachgestellt.

Foto: E. Jüngel

Der Eichsfelder Trabi-Konvoi in der Nacht vom 9. auf den 10. November kann stattfinden. Mit dieser guten Nachricht warten die Eichsfelder Oldtimerfreunde auf. Sie wollen den historischen Moment nachstellen, als sich genau auf die Minute 30 Jahre zuvor in jener Nacht um 0.35 Uhr die Schlagbäume der innerdeutschen Grenze zwischen Teistungen und Gerblingerode hoben.

„Wie vor 30 Jahren im Ungewissen, ob man überhaupt durch darf und auch wieder zurück kommt, wird zum historischen Zeitpunkt um 0.35 Uhr die Grenze symbolisch geöffnet“, freut sich Claudia Gunkel von den Oldtimerfreunden. Nachgestellt wird das durch die UAZ-Freunde Eichsfeld. Die Fahrzeuge werden über den Parkplatz in Gerblingerode wenden, und die Fahrer stehen dann mit ihren Vehikeln am Grenzlandmuseum für Gespräche zur Verfügung. „Dort können sie sich mit Speisen und Getränken durch den Grenzlandgrill 10° Ost und eine Gulaschkanone stärken“, sagt Gunkel zum Ablauf. „Gäste aus Duderstadt und den umliegenden Orten sind dazu ausdrücklich eingeladen.“

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld biete allen Beteiligten im Anschluss die Möglichkeit, die Licht-Klang-Kunstinstallationen „Niemandsland – Zwischen zwei Welten“ kennenzulernen, die parallel auf dem Museumsgelände und am Grenzlandweg stattfindet, und darüber die Gespräche zu vertiefen. Interessierte Teilnehmer mit zugelassenen Zivilfahrzeugen des ehemaligen Ostblocks treffen sich vorab um 23 Uhr am Rewe-Parkplatz in Worbis. Dort erfolgt eine Registrierung und Einweisung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Mitführen von Waffen und deren Attrappen sowie Uniformen untersagt ist. „Jeder bekommt dort einen Passierschein, den er in Teistungen am Kontrollpunkt vorzeigen muss“, erklärt Gunkel. Auch einen Stempel wird es geben. Besonders freut sie es, dass der Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte, der vor 30 Jahren dabei war, als eine seiner letzten Amtshandlungen die „Ossis“ am Grenzübergang begrüßen wird. Auch sein Amtsnachfolger Thorsten Feike ist angefragt.

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