Mühlhäuser SPD erinnert an Gründung des Ortsverbands 1989

Mühlhausen.  Die Mühlhäuser SPD erinnert an die Gründung des Ortsverbands 1989. Innenminister Maier kritisiert Rolle der Grünen bei Regierungsbildung.

Mühlhausens OB Johannes Bruns, Innenminister Georg Maier, Eschweges langjähriger Bürgermeister Jürgen Zick und Gründungsmitglied Bernd Brösdorf (von links) auf dem Neujahrsempfang der SPD in Mühlhausen, der zugleich die Feier zum 30. Gründungstag der SPD in Mühlhausen war.

Mühlhausens OB Johannes Bruns, Innenminister Georg Maier, Eschweges langjähriger Bürgermeister Jürgen Zick und Gründungsmitglied Bernd Brösdorf (von links) auf dem Neujahrsempfang der SPD in Mühlhausen, der zugleich die Feier zum 30. Gründungstag der SPD in Mühlhausen war.

Foto: Claudia Bachmann

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Zeitzeugen, ein Minister und rund 70 SPD-Mitglieder und Freunde blickten am Dienstagabend im Puschkinhaus auf 30 Jahre SPD in Mühlhausen zurück. Der Ortsverein wurde am 5. Dezember 1989 im Rathaus gegründet. 63 Frauen und Männer gehörten ihm seinerzeit an. Derzeit sind es acht weniger. Das Interesse an der Gründung im Dezember 1989 war groß, der Rathaussaal so voll, dass die Menschen an den Rändern standen und auf den Stufen saßen. Daran erinnert Hans Röttig. Er war Gründungsmitglied, hat aber inzwischen die Partei wieder verlassen.

Einer, der seit Beginn dabei ist, ist Bernd Brösdorf. Er war zeitweise der Vorsitzende der SPD in Thüringen. Es habe ihn „an die Spitze gespült“, sagte er. Er war einer von mehreren Kandidaten, seinerzeit vorgeschlagen von Wolfgang Dobeneck.

Brösdorf erinnerte an die ersten freien Wahlen im März 1989, daran, dass damals die Erwartungen an das Wahlergebnis bei weitem nicht erfüllt wurden. „Die Bedenkenträger hatten sich durchgesetzt“, meint Brösdorf. Das sei der Grund dafür, weshalb die SPD nicht als die führende Partei der Wiedervereinigung in die Geschichte einging.

Jürgen Zick, langjähriger Bürgermeister in Eschwege, plauderte darüber, wie es im Herbst 1989 an seiner Tür klingelte und Mühlhäuser sich bei ihm erkundigten, wie sie eine sozialdemokratische Partei aufbauen könnten. „Anders als die Blockparteien hatte die SPD in Thüringen Pionierarbeit zu leisten“, sagt Zick. Thüringens Innenminister Georg Maier machte neben Geschichtlichem auch Aktuelles und die Regierungsbildung zum Thema. Es tue der SPD nicht gut, dass „unsere weltfremden grünen Freunde“ meinen, „mit ihren 5,2 Prozent noch ein Ministerium hinzubekommen zu müssen“. Gemeinsam mit den anderen gewählten Parteien müsse man eine Lösung für die Regierungsbildung finden; die AfD nahm Maier dabei aus.

Die SPD nutzte das Jubiläum, das sie mit dem Neujahrsempfang verband, um den Erlös des Weihnachtsmarktstandes – rund 2000 Euro – an drei Vereine zu verteilen: das Drumcorps, den Förderverein des Tilesiusgymnasiums und den Tierschutzverein. Ein Sonderpreis ging an den Förderverein der Kreismusikschule für das Turmblasen.

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