Mühlhausen: Kulturstätte will in die nächste Kategorie aufsteigen

Mühlhausen  2020 beginnt die Planung zur Sanierung des Hauses in Mühlhausen am Schwanenteich. Der Saal soll auf 500 Plätze ausgelegt werden.

2010 wurde die Kulturstätte energetisch saniert. Eine Innensanierung soll es nun in den nächsten Jahren geben.

2010 wurde die Kulturstätte energetisch saniert. Eine Innensanierung soll es nun in den nächsten Jahren geben.

Foto: Daniel Volkmann

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Wie hält man die Kulturstätte Schwanenteich in Mühlhausen lebendig? „Zum einen durch unsere eigenen Veranstaltungen und die, zu denen sich Agenturen bei uns einmieten“, meint Markus Edom, der Referatsleiter für Kultur, Sport, Ehrenamt und Klimaschutz im Rathaus. Allein bis Jahresende stehen seiner Aussage nach noch rund ein Dutzend an. Öffentliche Kulturveranstaltungen, aber auch geschlossene wie der Kirmesbürgermeisterball. Das Haus dient außerdem als Wahllokal.

Michael Hatzius kommt mit seiner Echsotherik, es gibt russische Weihnacht zu erleben genauso wie das Gastspiel von Pittiplatsch. Die Kulturstätte will ein Haus für alle Generationen sein. Und doch kämpft sie gegen ihren Ruf, hervorgerufen durch die Ausstrahlung. Es ist nach wie vor der Charme der DDR-Zeit, der durch den Saal und über die Bühne wabert.

Damit soll Schluss sein. Die Stadtverwaltung plant die Sanierung der Kulturstätte. Bereits für 2020 sollen nach Aussage von Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) die Planungskosten für die anstehenden Arbeiten im städtischen Haushalt festgeschrieben werden.

Das Kulturamt der Stadt stellt derzeit zusammen, was es selbst von diesem Haus erwartet. Derzeit können die Veranstaltungen von bis zu 420 Menschen besucht werden. Für renommierte Künstler zu wenig. „Es gibt vier Kategorien, nach denen die Agenturen ihre Künstler vermitteln: bis zu 500 Gäste, 500 Gäste, 800 und 2000 Gäste. Wenn wir die erste Schranke erreichen, dann werden wir attraktiver für die Künstler“, meint Jens Machowski, der das Haus leitet.

Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten – das wird wohl 2023 oder 2024 sein – kann sich Bruns auch eine weitere Nutzung für die Kulturstätte am Schwanenteich vorstellen: Er würde gern den Saal für die Sitzungen des Stadtrats nutzen. Denn die Kulturstätte wird so saniert, dass sie auch für Menschen im Rollstuhl erreichbar ist. Das ist der Saal in der Brotlaube zwar auch, allerdings bietet er wenig Platz.

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