Neuer Funkturm in Ammern bleibt

Ammern  Verwaltungsgericht bestätigt Baugenehmigung

Ein Gericht bestätigte jetzt die Baugnehmigung für den Funkturm in Ammern. Foto: Daniel Volkmann

Ein Gericht bestätigte jetzt die Baugnehmigung für den Funkturm in Ammern. Foto: Daniel Volkmann

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Das Verwaltungsgericht Weimar hat jetzt die Rechtmäßigkeit einer Baugenehmigung für einen bereits vor mehreren Wochen errichteten Funkturm am nördlichen Ortsrand von Ammern bestätigt. Somit wurde der Antrag eines Grundstücksanliegers, die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen die Baugenehmigung der Unteren Bauaufsicht des Landkreises aufzuheben, vom Verwaltungsgericht Weimar abgelehnt.

Damit sei nach Angaben von Landrat Harald Zanker (SPD) die Rechtsauffassung des Unteren Bauaufsicht bestätigt, wonach die Errichtung eines insgesamt 42 Meter hohen Stahlgittermastes für eine Mobilfunkbasisstation öffentlich-rechtlich zulässig ist. Das Gericht begründete in seinem Urteil, dass keine nachbarschützenden Vorschriften des Abstandsflächenrechts verletzt sind und auch die Forderungen des Bauplanungsrechts durch den Bauherren eingehalten worden seien. „Eine gesundheitliche Beeinträchtigung liegt mit der Betreibung der Mobilfunkstation ebenfalls nach Prüfung des Verwaltungsgerichtes nicht vor“, sagt Zanker.

Neben dem Grundstücksanlieger Michael Reinig hatten weitere Anwohner sowie die Gemeinde Unstruttal in ihren Stellungnahmen zum Ausdruck gebracht, dass der Standort des Funkturmes „Am Brühl 6“ in Ammern ungeeignet ist, weil er sich in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet und einem Pflegeheim befindet (unsere Zeitung berichtete).

„Dass man sich über den Bürgerwillen hinwegsetzt und die Konfrontation sucht“, hatte Unstruttals Bürgermeister Jürgen Gött (pl) damals die Verfahrensweise zu dem heftig umstrittenen Bauprojekt kritisiert. Die besorgten Anwohner forderten im Juni, kurz vor der Montage des Mobilfunkturmes, sogar einen Baustopp. Über eine Unterschriftenaktion hatten die Anwohner die Gemeindeverwaltung ersucht, sich für einen Vor-Ort-Termin mit allen Beteiligten stark zu machen.

Landrat Zanker räumte ein, dass die Bedenken der Bürger durchaus zu verstehen seien. Allerdings musste die Untere Bauaufsicht eine gründliche Prüfung und Interessenabwägung vornehmen, weil bei einer Fehlentscheidung Schadensansprüche auf die Behörde zugekommen wären.

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