Novemberwetter: Extreme blieben aus

Grabe.  Das Wetter im November: Ganztägiger Sonnenschein wurde nicht registriert. Auch die üblichen Stürme blieben aus.

Der Wald bei Volkenroda lockte Anfang November zum Herbstspaziergang.

Der Wald bei Volkenroda lockte Anfang November zum Herbstspaziergang.

Foto: Eckhard Götze

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Die bisherige Wetterbilanz 2019: Neun Monate zu warm, September ausgeglichen, nur der Mai war zu kalt. Der vergangene November war zu warm, Extreme blieben jedoch aus. In Deutschland wurde im Jahr 2015 der wärmste November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert. Der Durchschnittswert erreichte 7,5 Grad Celsius. Der kältestete November stammt aus dem Jahre 1858 mit minus 0,8 Grad. Der kälteste Tag an einem November war der 28. November 1915 mit minus 25,9 Grad auf der Zugspitze.

Das Wettergeschehen der vergangenen 30 Novembertage bestimmten meist Tiefdruckgebiete. Mit 4,5 Grad lag der Temperaturdurchschnitt um 0,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Zum Monatsauftakt gelangte auch unsere Region vorübergehend in den Zustrom subtropischer Luft. Diese ließ das Quecksilber am 2. auf 17 Grad ansteigen. Deutlich kühler, aber weiterhin mild, ging der November weiter. Dabei brachte es der elfte Monat noch auf 13 Vegetationstage. Im Gegenzug wurden neun Nachtfröste registriert.

Der Niederschlag von 45 Liter pro Quadratmeter fiel an 15 Tagen und entsprach dem Erwartungswert des letzten Herbstmonats. Die gleichmäßige Verteilung des Novemberwassers und die milden Temperaturen haben dem Wintergetreide und dem Raps einen guten Start ermöglicht. Aber die Niederschlagsbilanz nach elf Monaten weist noch ein Defizit von 70 Liter pro Quadratmeter auf.

Diesig und dunkel werden uns die Novembertage in Erinnerung bleiben, da die Sonne kaum eine Chance gegen den dichten Wolkenhimmel und die vereinzelten Hochnebelfelder hatte. Mit 38 Stunden erreichte die Sonnenscheindauer nur 70 Prozent vom langjährigen Klimawert. Ganztägiger Sonnenschein wurde den ganzen Monat nicht registriert. Hoher Luftdruck und Nebeltage sorgten auch für eine Reihe von windstillen Tagen. Mit sehr hohem Luftdruck, fünf Stunden Sonne und einen faszinierenden Sternenhimmel verabschiedete sich der „Nebelung“, der etwas zu warm, niederschlagsnormal und nicht ausreichend sonnig war.

Die Werte von Grabe: 4,5 Grad Monatstemperatur (langjähriges Durchschnitt: 4,1 Grad C); 45 Millimeter Niederschlag (47 Millimeter); 38 Stunden Sonnenschein (54 Stunden); Temperaturextreme: - 5 Grad am 1. November und 17 Grad am 2. November; Bauernweisheiten: „Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.“

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