Querelen bei Fusion der Horn-Feuerwehren

Bad Tennstedt.  Haussömmern fühlt sich außen vorgelassen, weil sich nun die freiwilligen Feuerwehren von Mittel- und Hornsömmern zusammenschließen.

Bei Alarm muss die Feuer einsatzbereit sei. Wie in vielen Orten aber ist auch in den Horn-Orten die Einsatzfähigkeit tagsüber nicht mehr gewährleistet, da viele Einsatzkräfte zur Arbeit pendeln müssen.

Bei Alarm muss die Feuer einsatzbereit sei. Wie in vielen Orten aber ist auch in den Horn-Orten die Einsatzfähigkeit tagsüber nicht mehr gewährleistet, da viele Einsatzkräfte zur Arbeit pendeln müssen.

Foto: Daniel Volkmann

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die freiwilligen Feuerwehren von Mittel- und Hornsömmern fusionieren. Wie Thomas Frey, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bad Tennstedt, informiert, wird der Vertrag derzeit geprüft. Danach müssen die beiden Gemeinden den Zusammenschluss noch absegnen.

Das stößt Haussömmern sauer auf. Wie Bürgermeister Denis Voigt (Freie Wähler) sagt, wurde er von der Nachricht völlig überrascht. Denn ursprünglich sollten alle drei Wehren am Horn fusionieren, weil tagsüber die Einsatzfähigkeit in den Orten nicht mehr gewährleistet ist. Erste Gespräche zur Fusion gab bereits Anfang 2018. Laut Voigt war dazu noch eine Versammlung mit allen Einsatzabteilungen geplant. „Die hat es aber nie gegeben“, sagt er.

Ihn ärgert, dass es nun so aussieht, als würde sich Haussömmern gegen die Zusammenlegung sträuben. „Das stimmt nicht“, sagt Voigt.

Dem widerspricht jedoch Ordnungsamtsleiter Jürgen Deutsch, der auch die VG-Feuerwehren mit betreut. Seinen Angaben zufolge gab es ein Gespräch mit den Bürgermeistern und Wehrleitern der drei Orte. Da habe man sich nicht einig werden können. Weil Hornsömmern inzwischen keine Staffel – also sechs Einsatzkräfte – mehr zusammenbringt, musste man handeln, so Deutsch.

Mittelsömmerns Bürgermeister Lutz Kalmus (parteilos) ist ein Verfechter der Fusion. „Das ist die einzige Möglichkeit für die Zukunft“, sagt er. Im Haushalt seiner Gemeinde soll künftig auch die Kostenstelle für die beiden zusammengelegten Wehren angesiedelt sein. Hornsömmern überweist dafür anteilig Geld.

Wie Voigt erklärt, ist Haussömmern immer noch bereit, mit den beiden anderen Horn-Wehren zu fusionieren. Doch dazu müssten alle Beteiligten an einen Tisch, sagt der Bürgermeister, der selbst in der Einsatzabteilung und stellvertretender Wehrleiter ist. Denn die Feuerwehr sei eine freiwillige Sache. Er befürchtet Austritte, wenn man über den Kopf der Beteiligten hinweg entscheidet. Seine Einsatzabteilung ist mit 17 Mann sehr stark.

Wie Frey versichert, steht einem Anschluss Haussömmerns nichts entgegen. Laut Deutsch wäre der Zusammenschluss der drei Wehren sogar besser.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren