Schönstedt rettet sein Lädchen

Schönstedt.  Um das Lädchen in Schönstedt vor der Schließung zu bewahren, ist eine Genossenschaft gegründet worden. Diese hat nun das Geschäft übernommen.

Im Lädchen arbeiten Dana Fischer (von links), die als Minijobberin beschäftigt ist, und die Verkäuferinnen Sylvia Preller und Renate Zehaczek.

Im Lädchen arbeiten Dana Fischer (von links), die als Minijobberin beschäftigt ist, und die Verkäuferinnen Sylvia Preller und Renate Zehaczek.

Foto: Sabine Spitzer

Neustart in Schönstedt: Eine Genossenschaft hat das Lädchen übernommen. Den Neubeginn macht das Geschäft am 3. Januar unter dem neuem Namen Landmarkt Schönstedt.

Sylvia Preller und Renate Zehaczek, die als Verkäuferinnen in dem Geschäft arbeiten werden, sind schon ein wenig aufgeregt. Sie packen am Donnerstag seit den frühen Morgenstunden die erste Warenlieferung in die Regale ein. Unterstützt werden sie dabei von sechs ehrenamtlichen Helfern. „Wir freuen uns, dass das Lädchen weiterläuft“, sagen sie.

Das freut auch Bürgermeister Egbert Zöllner (parteilos). Er hatte die Gründung einer Genossenschaft angestoßen, weil Betreiberin Elfi Reinz das Geschäft Ende Dezember schließen wollte.

138 Bürger und Firmen haben Anteile gekauft und gehören damit zur Genossenschaft. „Ich danke allen, denn jetzt kann es weitergehen“, sagt Zöllner, der mit Renate Zehaczek in den Vorstand gewählt wurde. Das Startkapital, das durch den Anteilsverkauf zusammenkam, beläuft sich auf 21.900 Euro. Wie Zöllner informiert, werden laut Kalkulation 30.000 Euro für das Betreiben des Lädchens benötigt. „Deshalb können auch jetzt noch Anteile gekauft werden“, so Zöllner, der nun weiter dafür werben will.

Die Übernahme des Lädchens war ein Kraftakt. „Wir haben die Feiertage und den Jahreswechsel nicht bedacht“, erklärt der Bürgermeister. So bekamen die Schönstedter keinen Notartermin mehr. Deshalb hat die Genossenschaft bis jetzt auch noch kein eigenes Konto. „Hier ist die Gemeinde erst einmal eingesprungen“, informiert Zöllner. Heißt: Die Zahlungen für die Anteile sind auf den Gemeindekonto eingegangen. Zudem hat die Gemeinde übergangsweise das Lädchen-Inventar übernommen und vermietet es an die Genossenschaft.

„Wir brauchen ein Lädchen in Schönstedt“, sagt Zöllner. Denn der kleine Einkaufsmarkt ist auch Ort der Kommunikation, vor allem für die Älteren. Zöllner ist sicher, dass sich der Laden rechnet. „Es reicht, wenn wir schwarze Zahlen schreiben, wir müssen ja keinen Gewinn erwirtschaften“, sagt er.

Größter Posten des Lädchens sind die Personalkosten. Sylvia Preller und Renate Zehaczek sind bei der Genossenschaft in Teilzeit fest angestellt. Diana Fischer hat einen Minijob.