Schönstedt will sein Lädchen erhalten

Schönstedt.  Die Schönstedter wollen ihren Lebensmittelladen im Dorf halten. Möglich machen soll es die Gründung einer Genossenschaft.

Elfi Reinz, Bürgermeister Egbert Zöllner und Christel Galek (von links)  haben die Gründung der Genossenschaft in die Hand genommen.

Elfi Reinz, Bürgermeister Egbert Zöllner und Christel Galek (von links) haben die Gründung der Genossenschaft in die Hand genommen.

Foto: Sabine Spitzer

Die Gründung einer Genossenschaft, die das Lädchen in Schönstedt betreibt, ist auf dem Weg. Das bestätigte Elfi Reinz gegenüber unserer Zeitung. Die derzeitige Betreiberin des Ladens war neben Bürgermeister Egbert Zöllner (parteilos) und Christel Galek eine der Triebfedern, als es darum ging, die Idee einer Genossenschaft umzusetzen.

Am Wochenende wurden nun Aufsichtsrat und Vorstand gewählt. Den Aufsichtsrat führt Siegmar Engelhardt, Reinz ist seine Stellvertreterin, weiter zum Aufsichtsrat gehören Christel Galek und Konny Magnus. An der Spitze des Vorstands stehen Bürgermeister Zöller und Renate Zehaczek.

Um das Startkapital zu decken, wurden Anteile verkauft. 30.000 Euro werde es wohl brauchen, um an den Start zu gehen, hatten Mitte November Reinz, Galek und Zöllner ausgerechnet. Laut Reinz ist die Summe bereits fast zusammengetragen. 120 Einzelpersonen und Firmen hätten in den vergangenen Wochen den Kauf der Genossenschaftsanteile gezeichnet. Das letzte Wort hat nun der Genossenschaftsverband in Leipzig, der auch die Versammlung am Wochenende geleitet hat.

„Wir sind überrascht und überwältigt, wie viele Schönstedter sich für den Verbleib des Ladens einbringen“, sagt Reinz. Sie muss nun in den kommenden Tagen den Warenbestand inventarisieren, um den Wert des Ladens ermitteln zu lassen.

Die Gemeinde wolle der Genossenschaft im ersten Jahr das Lädchen kostenfrei überlassen.

Vier Teilzeitkräfte, die von der Genossenschaft bezahlt werden, sollen im Lädchen arbeiten. Ziel ist, am 2. Januar nahtlos wieder zu öffnen. Reinz hatte bereits im Herbst zum Jahresende gekündigt, wolle aber – wie auch Galek – als Ehrenamtliche einen Teil des Verkaufs übernehmen. An den Öffnungszeiten soll sich nichts ändern.

„Ich wünsche mir vor allem für die Kinder und die Älteren, dass sich das Genossenschaftsmodell bewährt“, meint Reinz und fragt: „Wo können heutzutage noch kleine Kinder lernen, selbstständig Brötchen kaufen zu gehen? Das geht nur auf dem Dorf.“

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