Schüsse auf Flüchtlingsunterkunft im Unstrut-Hainich-Kreis

Obermehler  Auf die Flüchtlingsunterkunft in Obermehler wurde geschossen. Dabei wurden zudem ausländerfeindliche Parolen geschrien.

Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Foto: Daniel Volkmann

In der Nacht zu Sonntag wurde auf die Flüchtlingsunterkunft in Obermehler im Unstrut-Hainich-Kreis geschossen. Die Landespolizeiinspektion in Nordhausen bestätigte am Montag entsprechenden Informationen unserer Zeitung.

Laut Polizeisprecherin Fränze Töpfer ging der Notruf am Samstag um 23.50 Uhr ein. Der Sicherheitsdienst hatte die Polizei informiert. Aus einem älteren grauen „auffallend langsam“ fahrenden Pkw, so Töpfer, sei aus dem Fenster heraus auf die Unterkunft geschossen worden. Zudem seien aus dem Auto ausländerfeindliche Parolen geschrien worden. Die Polizei setzte einen Sprengstoffsuchhund ein. Der untersuchte das Gelände zwischen 2 und 2.30 Uhr. Er fand Patronenhülsen. Die können laut Polizei einer Schreckschusspistole zugeordnet werden.

Inzwischen ermittelt der Staatsschutz der Kriminalpolizei.

Die Polizei sucht Hinweise zu dem Auto, das aus Richtung Obermehler in Richtung Schlotheim unterwegs war.

Als geschossen wurde, befanden sich keine Menschen im Außengelände der Unterkunft.

Sicherheitsdienst ist rund um die Uhr im Einsatz

Ermittelt wird nun wegen Bedrohung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Geprüft werde noch, ob auch der Tatbestand einer gefährlichen Körperverletzung hinzukommt.

Laut Töpfer werde die Polizei an der Intensität der Schutzmaßnahmen für dieses Objekt festgehalten. Zudem gibt es einen Sicherheitsdienst, der rund um die Uhr im Einsatz ist.

Zeugenhinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 03601/4510.

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