Steinerne Hochzeit in Kleinwelsbach

Kleinwelsbach.  Bei gemeinsamen Tanzabenden und Kinobesuchen lernten sich Helga und Werner Erbstößer aus Kleinwelsbach kennen und lieben.

Von links: Die stellvertretende Ortsteilbürgermeisterin Manuela Erbstößer, die Eheleute Helga und Werner Erbstößer und der zweite Beigeordnete des Landrates, Jörg Klupak.

Von links: Die stellvertretende Ortsteilbürgermeisterin Manuela Erbstößer, die Eheleute Helga und Werner Erbstößer und der zweite Beigeordnete des Landrates, Jörg Klupak.

Foto: Klaus Dreischerf

Das eher seltene Fest der steinernen Hochzeit konnte am Wochenende das Ehepaar Helga und Werner Erbstößer im Kreis ihrer Lieben feiern. Das Besondere an diesem 67. Hochzeitstag ist aber, dass das eigentliche Ehejubiläum der steinernen Hochzeit erst nach 67,5 Jahren gefeiert wird. Diese Tatsache war auch den Jubilaren bewusst. Doch sie wollten gemeinsam mit ihren vier Kindern, sechs Enkeln und sechs Urenkeln dieses Fest im Sommer in einem Zelt mitten im Dorf feiern.

Besondere Symbolik: Die Beziehung der Eheleute ist fest wie ein Stein geworden

Das Symbol des Steins steht für die Festigkeit der Beziehung der Eheleute, die im Lauf der Jahrzehnte fest wie ein Stein geworden ist. Weiter hat das gemeinsame Leben das Paar in dieser Zeit verbunden und gefestigt, sodass es mit der Härte eines Steins zu vergleichen ist.

Kennengelernt hat Werner Erbstößer seine Frau im erzgebirgischen Raschau-Markersbach, wo er einige Jahre bei der damaligen Wismut arbeitete. Bei gemeinsamen Kinobesuchen, immer mittwochs, erinnert sich Helga Erbstößer, und Tanzabenden am Wochenende lernten sie sich immer mehr kennen und lieben.

Nach dem Ruhestand war Zeit für Hobbys

Am 11. Juli 1953 heirateten sie in Raschau-Markersbach standesamtlich, zwei Wochen später in Kleinwelsbach kirchlich. Dort übernahmen sie ein altes Haus, wo sie neben viel Arbeit auch finanziell investieren mussten.

Gerade in der Zeit nach dem Krieg war es oft schwer, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Während sich Helga Erbstößer als Hausfrau um die Kinder kümmerte, arbeitete ihr Mann als gelernter Zimmermann einige Jahre bei der damaligen Landbau in Bad Langensalza, später am Bohrturm in Kirchheilingen bis zum Eintritt ins Rentenalter. Nun, im Ruhestand, hat der Hobbyimker mehr Zeit für seine Bienen.

Neben Gratulanten aus der Verwandtschaft und dem Dorf kamen auch die stellvertretende Ortsteilbürgermeisterin Manuela Erbstößer und in Vertretung des Landrates der zweite Beigeordnete Jörg Klupak.