Thüringer stirbt in Ostsee - Helfer müssen selbst gerettet werden

dpa
So werden Badeunfälle vermieden

So werden Badeunfälle vermieden

Der Sommer ist da und damit ist die Badesaison eröffnet. Jedoch gibt es jedes Jahr viele Badeunfälle, die zum Tod führen. Damit aus dem Badespaß nicht Ernst wird, sehen Sie im Video die wichtigsten Regeln.

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Nonnevitz/Dranske.  Tückische Strömungsverhältnisse haben am Sonntag etliche Schwimmer vor Rügen in Not gebracht. Retter konnten drei Männer retten, für einen Mann aus Thüringen kam aber jede Hilfe zu spät.

Beim Baden in der Ostsee vor der Insel Rügen ist am Sonntag ein Urlauber aus Thüringen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, war der 54-Jährige aus Mühlhausen am Zeltplatz nahe Nonnevitz/Bakenberg ins Wasser gegangen und dabei abgetrieben worden.

Der Zeltplatz liegt an der Nordspitze der Insel Rügen, wo sich häufig gefährliche Strömungen bilden. Am Sonntag herrschte böiger Wind der zeitweise Stärke sieben erreichte.

Helfer geraten selbst in Ostsee selbst Seenot

Eine Frau habe die Notlage des Mannes gesehen und Helfer alarmiert. Drei Männer vom Zeltplatz schwammen hinaus, konnten den 54-Jährigen aber nicht erreichen und gerieten selbst in Not. Feuerwehrleute mit Schlauchbooten retteten die drei Helfer und bargen den 54-Jährigen. Ein Notarzt habe versucht, den Thüringer wiederzubeleben, was aber misslang.

Weitere Notfälle fast zeitgeich

Zur gleichen Zeit wurde ein weiterer Notfall von zwei Schwimmern in der Nähe bei Dranske im Norden von Rügen gemeldet. Dorthin wurden Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit einem Seenotrettungsboot umgeleitet, die erst auch vor Nonnevitz helfen wollten. Die beiden Schwimmer hätten sich mit letzter Kraft aber noch selber an Land retten können, hieß es.

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