Unstrut-Hainich-Kreis schränkt Veranstaltungen stark ein

Unstrut-Hainich-Kreis.  Der Landrat erlässt eine Verfügung, weil die Corona-Zahlen im Unstrut-Hainich-Kreis stark ansteigen.

Stilisierte Coronaviren

Stilisierte Coronaviren

Foto: Andreas Wetzel

Stärker eingeschränkt wird das öffentliche Leben im Unstrut-Hainich-Kreis. Landrat Harald Zanker (SPD) erließ am Sonntagabend angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Allgemeinverfügung, die insbesondere Veranstaltungen betrifft. Sie trat sofort in Kraft und gilt vorerst bis 8. November. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Verboten sind demnach private Feiern, insbesondere Hochzeiten und Geburtstage sowie Veranstaltungen von Vereinen in geschlossenen Räumen mit mehr als 15 Teilnehmern. Im Freien dürfen nicht mehr 50 Menschen zusammen feiern. Verboten sind auch öffentliche Veranstaltungen mit Publikumsverkehr, insbesondere Volks-, Dorf- und Stadtfeste, Kirmes.

Stattfinden dürfen hingegen Kulturveranstaltungen in Räumen bis maximal 50 Personen sowie Sport-Wettkämpfe und Training ohne Publikum. Auch Museen dürfen offen bleiben – ohne Gruppenführungen –, ebenso Märkte. Alle Veranstalter und Organisatoren erlaubter Treffen müssen die Kontaktdaten der Anwesenden aufnehmen.

Der Kreis empfiehlt auch den Gemeinden, in Bürgerhäusern, Jugendclubs und Mehrgenerationenhäusern keine privaten Veranstaltungen mehr zuzulassen.

Begründet wird die Verordnung damit, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Unstrut-Hainich-Kreis inzwischen den kritischen Wert von 35 infizierten Personen je 100.000 Einwohnern erreicht hat. Neben den angeordneten Beschränkungen appelliert der Kreis weiter, Abstands- und Hygieneregeln zu beachten, Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen und soziale Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken. Wer Erkältungssymptome habe, solle vor dem Arztbesuch in der Praxis anrufen.