Unternehmer im Unstrut-Hainich-Kreis fürchten Flaute

Landkreis.  Laut IHK-Umfrage wird die aktuelle Lage schlechter als im Frühjahr eingeschätzt. Fachkräftemangel ist das größte Problem.

René Piel, Leiter des des Regionalen IHK-Service-Centers im Unstrut-Hainich-Kreis.

René Piel, Leiter des des Regionalen IHK-Service-Centers im Unstrut-Hainich-Kreis.

Foto: Susan Voigt

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In den Unternehmen der Region wächst wieder die Angst vor einer längeren Konjunkturflaute. Dies ist die Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Ergebnis ihrer jüngsten Konjunkturumfrage. Rund 800 Unternehmer in Nord- und Mittelthüringen seien dazu befragt worden, heißt es in einer Mitteilung.

Der Konjunkturklimaindex sei um acht Punkte im Vergleich zur vorhergehenden Analyse gefallen, habe mit 107 von 200 möglichen Prozentpunkten den niedrigsten Wert seit 2014 erreicht. Im Unstrut-Hainich-Kreis seien es 109 Punkte. Der Index berücksichtige die aktuelle Situation der Betriebe und auch ihre Erwartungen und Pläne für die nächsten Monate.

Die Konjunktur im Unstrut-Hainich-Kreis habe im Herbst 2019 wieder zugelegt, der Index liege „leicht über dem Niveau des langjährigen Durchschnitts von 103 Prozent. Während die Einschätzung der aktuellen Situation verhaltener als noch im Frühjahr 2019 ausfällt, verbesserte sich das Votum zu den Erwartungen und Pläne für die nächsten Monate“, interpretiert René Piel die Zahlen. Er ist Leiter des Regionalen IHK-Service-Centers im Unstrut-Hainich-Kreis.

Im Kreis planten branchenübergreifend 64 Prozent der Unternehmer, den aktuellen Mitarbeiterbestand beizubehalten. Neueinstellungen stünden ebenfalls auf der Tagesordnung. Allerdings, so Piel, kalkulieren die Unternehmer zunehmend auch Stellenabbau ein.

Das Investitionsklima habe sich generell eingetrübt, liege aber noch über dem langjährigen Durchschnitt. Vor allem in die Deckung des Ersatzbedarfs und Rationalisierungen wollen die Unternehmen investieren. Die Betriebe sähen drei wesentliche Risiken: Der anhaltend hohe Fachkräftebedarf und -mangel sei für 64 Prozent der befragten Unternehmer „das Geschäftsrisiko Nummer eins.“ Kritisch werde auch die Höhe der Arbeitskosten eingeschätzt, vor allem in personalintensiven Branchen. Sorge machten den Unternehmern zudem die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, erklärt René Piel.

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